Kia PV5 WAV: Elektrotaxi mit voller Barrierefreiheit für New York

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Kia und BraunAbility stellen ein Elektrotaxi-Konzept vor, das Emissionen und Rollstuhlzugänglichkeit vereint. Erfahren Sie mehr über den PV5 WAV für Taxis und Ridesharing in den USA.

Kia und BraunAbility haben ein Elektrotaxi-Konzept vorgestellt, das zwei lange als schwer vereinbar geltende Herausforderungen angeht: null Emissionen und volle Rollstuhlzugänglichkeit. Der PV5 WAV positioniert sich als potenziell erstes Elektrofahrzeug seiner Art, das für Taxi- und Ridesharing-Dienste in den USA entwickelt wurde.

Das Modell basiert auf der Kia PV5-Plattform, die von Anfang an für Modifikationen konzipiert wurde. Dieser Ansatz ermöglicht es, Zugänglichkeitsmerkmale ohne komplexe und teure Umbauten zu integrieren. Das Fahrzeug bietet eine niedrige Einstiegshöhe, integrierte Rollstuhlsicherungssysteme und einen Aufbau, der das Einsteigen und den alltäglichen Stadtbetrieb vereinfachen soll.

Dies ist in einer Stadt wie New York von Bedeutung, wo barrierefreier Transport bereits Teil des Systems ist. Städtischen Daten zufolge ist etwa die Hälfte der gelben Taxis inzwischen rollstuhlgerecht. Gleichzeitig drängt die lokale Politik auf eine emissionsfreie Mobilität mit dem Ziel, dass Ridesharing-Fahrten bis 2030 auf elektrische oder zugängliche Fahrzeuge umgestellt werden sollen. Bislang entwickelten sich diese beiden Ziele weitgehend getrennt voneinander.

BraunAbility spielt eine zentrale Rolle im Projekt, indem es das Know-how für Barrierefreiheit bereitstellt. Das Unternehmen verfügt über mehr als 50 Jahre Erfahrung in Mobilitätslösungen, darunter Rampen, Lifte und Sicherungssysteme, die im gewerblichen Transport wie Taxis zum Einsatz kommen. Während rollstuhlgerechte Fahrzeuge auf Basis von Benzin- und Hybridmodellen bereits im Einsatz sind, bleiben vollelektrische WAV-Optionen begrenzt.

New York wurde für die nächste Entwicklungsphase ausgewählt, da es einer der komplexesten und am strengsten regulierten Taximärkte der Welt ist. Die Unternehmen planen, Praxistests mit Flottenbetreibern, Behörden und Behindertenverbänden durchzuführen, um das Fahrzeug basierend auf dem Feedback zu optimieren.

Das Konzept wird auf der New York International Auto Show 2026 präsentiert, bevor das Projekt in die praktische Validierung übergeht. Die weiteren Schritte hängen davon ab, wie sich das Fahrzeug unter realen Betriebsbedingungen bewährt und wie es mit den sich wandelnden Mobilitätsanforderungen der Stadt vereinbar ist.

Angesichts New Yorks parallelem Drängen auf Barrierefreiheit und Elektrifizierung spiegelt die Entwicklung eines Fahrzeugs, das beides vereint, einen breiteren Wandel in den städtischen Verkehrsprioritäten wider. Ob das Konzept in die Serienproduktion übergeht, wird bestimmen, wie schnell sich diese beiden Richtungen in der Praxis zusammenführen lassen.

Mark Havelin

2026, Apr 02 17:24