Rolls-Royce Project Nightingale: Erstes Modell der neuen Coachbuild Collection

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Rolls-Royce präsentiert das Project Nightingale: ein vollelektrisches Cabrio, limitiert auf 100 Fahrzeuge. Erfahren Sie mehr über Design, Technik und Auslieferung ab 2028.

Rolls-Royce präsentiert mit dem Project Nightingale das erste Modell der neuen Coachbuild Collection. Die Botschaft ist ambitioniert: weltweit nur 100 Fahrzeuge, ein vollelektrischer Antrieb und erste Auslieferungen ab 2028. Dabei handelt es sich nicht um eine reine Showstudie, sondern um ein Produktionskonzept, das im Sommer 2026 in eine globale Test- und Validierungsphase gehen soll.

Rolls-Royce Project Nightingale Coachbuild Collection / press.rolls-roycemotorcars.com

Der Nightingale ist ein offener Zweisitzer mit einer Länge von 5,76 Metern – damit liegt er in der Größenordnung eines Phantom, interpretiert ihn aber als fahrerorientierten Cabriolet neu. Er basiert auf der Aluminium-Architecture of Luxury, einer Plattform, die für umfangreiche Individual- und Coachbuild-Aufträge konzipiert ist. Der Elektroantrieb spielt eine zentrale Rolle im Design, denn er macht große Kühlereinlässe und Abgasanlagen überflüssig. Das ermöglicht ununterbrochene Oberflächen und eine saubere, monolithische Form.

Rolls-Royce Project Nightingale Coachbuild Collection / press.rolls-roycemotorcars.com

Die Bedeutung des Projekts geht über das Fahrzeug selbst hinaus. Mit der Coachbuild Collection formalisiert Rolls-Royce einen Ansatz, der zuvor bei Einzelstücken wie Sweptail, Boat Tail und Droptail zu sehen war. Das neue Programm verbindet die Entwicklung eines Autos mit einer mehrjährigen Serie kuratierter Erlebnisse. Kunden werden dabei eingeladen, am kreativen und technischen Entwicklungsprozess ihres Auftrags teilzunehmen.

Designerisch schöpft das Project Nightingale direkt aus dem Erbe der Marke. Es bezieht sich auf die experimentellen Modelle 16EX und 17EX aus den späten 1920er Jahren, die für die Erforschung höherer Geschwindigkeiten entwickelt wurden. Die Proportionen spiegeln diese Abstammung wider: eine lange Motorhaube und eine tief eingesetzte Fahrgastzelle. Rote Abzeichen verknüpfen das Auto zudem mit den historischen Versuchsprototypen von Rolls-Royce. Hinzu kommt der Einfluss des Streamline Moderne, einer Art-Déco-Strömung, die auf reine Formen und minimalen Zierrat setzt.

1928 ROLLS-ROYCE 17EX / press.rolls-roycemotorcars.com

Die Außenhaut setzt diese Philosophie im Detail um. Vorn dominiert ein markanter Pantheon-Kühlergrill mit 24 Lamellen und einer integrierten Spirit-of-Ecstasy-Figur. An den Seiten definiert eine durchgehende zentrale Rumpflinie die Silhouette und reduziert so die visuelle Komplexität. Hinten bildet eine horizontale Deckfläche mit dem markanten Piano Boot einen Kontrast. Dieser öffnet sich seitwärts – eine Geste, die ein funktionales Element zu einem zeremoniellen Moment erhebt.

Im Innenraum rücken Stille und Atmosphäre in den Fokus. Der Elektroantrieb reduziert mechanische Geräusche deutlich. Ein Verdeck aus Kaschmir und modernen Verbundwerkstoffen verstärkt die akustische Isolation. Das Herzstück ist das Starlight-Breeze-System. Es besteht aus 10.500 einzelnen Lichtelementen, die von den Klangwellenmustern von Vogelgesang inspiriert sind und die Insassen mit einer dynamischen Lichtkomposition umgeben.

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Jedes der 100 Fahrzeuge wird in enger Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber entwickelt. Dafür steht eine einzigartige Palette an Materialien und Oberflächen bereit, die exklusiv für diese Kollektion reserviert ist. Rolls-Royce weist darauf hin, dass für bestimmte Designelemente noch völlig neue Fertigungstechniken entwickelt werden müssen. Das trägt zur langen Vorlaufzeit bis zur Serienproduktion bei.

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Das Project Nightingale markiert eine klare Weiterentwicklung der Rolls-Royce-Strategie. Es verwandelt die Coachbuild-Tradition in ein strukturiertes, fortlaufendes Programm. Damit weist es in eine Zukunft, in der Design, Technik und Kundenbeteiligung zu einem einzigen, hochgradig kuratierten Produkt verschmelzen.

Mark Havelin

2026, Apr 16 15:32