Kia Telluride 2027: Preise, Motor, Innenraum und X-Pro im Check
Offizielle Preise zum Kia Telluride 2027: ab 39.190 US-$. Neuer 2,5-l-Turbo, X-Pro, mehr Komfort. Infotainment upgedatet, HEV 2026 - Ausstattung kompakt.
Der neue Kia Telluride des Jahrgangs 2027 versteht sich als behutsame Weiterentwicklung statt als radikaler Neustart. Der geräumige Dreireiher bleibt klar auf Familienalltag ausgelegt, rückt dabei aber spürbar in den gehobenen Bereich vor, in dem Design, Technologie und Liebe zum Detail genauso zählen wie Nutzwert.
Kia nennt nun die offiziellen Preise für den benzinbetriebenen Telluride 2027. Der Einstieg liegt bei 39.190 US-Dollar Listenpreis (MSRP) für den LX mit Frontantrieb, zuzüglich Destination Charge. Die Baureihe umfasst LX, S, EX, SX und SX-Prestige sowie die robusteren X-Line- und X-Pro-Varianten. Am oberen Ende überschreiten Allrad-Versionen die Marke von 56.000 US-Dollar. Produziert wird im Kia-Werk in West Point, Georgia.
Alle Verbrennervarianten des 2027 Telluride kommen serienmäßig mit einem 2,5-Liter-Turbomotor. Kia hält fest, dass das Drehmoment gegenüber der vorherigen Generation um fast 50 lb-ft zulegt. Die Kraftübertragung übernimmt eine Achtgang-Automatik; je nach Ausstattung stehen Front- oder Allradantrieb zur Wahl. Vollständige Leistungsdaten folgen noch, das Unternehmen stellt jedoch eine spürbar bessere Beschleunigung und höhere Effizienz in Aussicht.
Optisch bleibt der Telluride seinem kantigen, muskulösen Auftritt treu. Die Abmessungen wachsen moderat, der Radstand legt zu, die Proportionen wirken jedoch vertraut. Als robusteste Ausprägung positioniert sich der X-Pro: mehr als neun Zoll Bodenfreiheit, All-Terrain-Reifen, elektronisches Sperrdifferenzial, Bergehaken sowie eigene Fahrprogramme für Schnee, Matsch und Sand.
Die Charakterbildung übernimmt vor allem das Feintuning. Versenkte Türgriffe, ein versteckter Heckwischer, eine sauber integrierte Anhängerkupplung und clever platzierte Seitenreflektoren sorgen für flache Flächen und betonen die vertikale Rückleuchtensignatur. Aus bestimmten Perspektiven bringt der Telluride eine Präsenz mit, die man sonst bei deutlich teureren SUVs erwartet – die Summe der Details lässt den Auftritt stimmiger wirken.
Innen macht der Telluride einen seiner größten Schritte nach vorn. Materialien wirken wertiger, die Architektur ist logisch, die Ausführung tastet sich klar in Richtung Oberklasse vor. Der X-Pro unterstreicht seine robuste Note mit Dekor im Carbon-Look. Wichtig: Kia hält an physischen Bedienelementen für Klima und Sitzfunktionen fest – ein wohltuender Kontrapunkt zu vollflächigen Touch-Bedienkonzepten.
Bei der Technik setzt das Modell auf ein modernes Infotainment mit kabellosem Apple CarPlay und Android Auto, ein digitales Kombiinstrument mit Kameras für den Totenwinkel sowie ein größeres Head-up-Display. Neu sind Funktionen für eine zeitgesteuerte Klimatisierung; zudem kann ein radarbasiertes Innenraum-Monitoring Bewegungen im verriegelten Fahrzeug erkennen und den Besitzer benachrichtigen – ein Plus an Alltagssicherheit.
Auch der Komfort für Passagiere bleibt Priorität. Reihe zwei bietet üppigen Platz sowie beheiz- und belüftbare Sitze, USB-C-Anschlüsse und Sonnenrollos. Die Sitze lassen sich nach vorne schieben und ankippen, ohne ihre Form zu verändern – der Zustieg in Reihe drei gelingt so selbst mit montiertem Kindersitz unkompliziert. Hinten gibt es eigene Luftausströmer, Lademöglichkeiten und aufgewertete Verkleidungen.
Der Gepäckraum zeigt die gleiche Liebe zum Detail. Selbst mit aufgestellter dritter Reihe bleibt der Stauraum gut nutzbar; ein Mehr-Ebenen-Boden mit verstellbaren Trennwänden, versteckte Ablagefächer und eine in die Heckklappe integrierte Leuchte mit einstellbarer Helligkeit und Farbtemperatur bringen echten Praxisnutzen.
Eine Hybridvariante Telluride HEV soll folgen. Kia kündigt an, Preise und finale Spezifikationen näher am erwarteten Verkaufsstart gegen Ende des ersten Quartals 2026 zu veröffentlichen. Angesichts der Markttrends könnte der Hybrid zum wichtigen Baustein der Baureihe werden.
Unterm Strich stärkt der Telluride 2027 seine Position durch wohlüberlegte Verfeinerungen. Er baut auf bekannten Stärken auf und bringt genug Substanz mit, um in einem der am härtesten umkämpften Segmente konkurrenzfähig zu bleiben.
Ethan Rowden
2026, Jan 12 06:10