Plug-in-Verkäufe überschreiten 2025 erstmals 20 Millionen

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Weltweite Plug-in-Verkäufe stiegen 2025 auf über 20 Millionen, mit starkem Wachstum außerhalb Nordamerikas. Erfahren Sie mehr über regionale Trends und politische Einflüsse.

Der weltweite Absatz von Plug-in-Fahrzeugen ist auch im Jahr 2025 weiter gestiegen und hat erstmals die 20-Millionen-Marke überschritten. Laut Benchmark Mineral Intelligence wurden rund 20,7 Millionen batterieelektrische und Plug-in-Hybridautos verkauft, etwa 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten deutet der Gesamttrend weiterhin auf eine fortschreitende Elektrifizierung hin.

Das Bild ist jedoch keineswegs einheitlich. Nordamerika sticht als einzige große Region hervor, in der die Plug-in-Verkäufe zurückgingen. Sowohl die USA als auch Kanada verzeichneten schwächere Ergebnisse, obwohl der Absatz rein elektrischer Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten leicht zulegte. Der Hauptgrund war der Abbau staatlicher Anreize. In den USA lief die langjährige Bundessteuergutschrift für den Kauf von Elektroautos aus, was zunächst einen kurzen Nachfrageschub auslöste, bevor die Verkäufe deutlich einbrachen, insbesondere im letzten Quartal des Jahres.

Kanada folgte einem ähnlichen Muster. Das bundesweite iZEV-Rabattprogramm wurde nach Erschöpfung der bereitgestellten Mittel ausgesetzt, was zu einem starken Rückgang der Plug-in-Verkäufe im Jahr 2025 beitrug. Zwar haben die Behörden signalisiert, dass die Unterstützung wieder aufgenommen werden könnte, doch die Unterbrechung wirkte sich unmittelbar auf den Markt aus.

Das Wachstum verlagerte sich stattdessen außerhalb Nordamerikas. Den stärksten Anstieg im Jahresvergleich verzeichnete der sogenannte „Rest der Welt“ – darunter Südamerika, Südostasien und Zentralasien – wo die Plug-in-Verkäufe um fast 50 Prozent auf etwa 1,7 Millionen Einheiten sprangen. Europa verzeichnete die zweitschnellste Expansion, mit einem Absatzplus von rund einem Drittel auf 4,3 Millionen Fahrzeuge.

Der europäische Markt unterstreicht zudem die wachsende Rolle chinesischer Hersteller. Etwa 19 Prozent aller in der Region verkauften elektrifizierten Fahrzeuge stammten aus China, angeführt von Marken wie BYD und SAIC. Dieser Einfluss könnte noch zunehmen, da die Europäische Union erwägt, bestehende Importzölle durch einen Mindestpreismechanismus zu ersetzen – ein Schritt, der chinesische Elektroautos wettbewerbsfähiger machen könnte.

China selbst blieb der weltweit größte Plug-in-Markt und verkaufte im Jahr 2025 etwa 12,9 Millionen Fahrzeuge. Das Wachstum verlangsamte sich auf 17 Prozent, mit deutlichen Anzeichen einer Abkühlung gegen Jahresende. Politische Änderungen sind Teil dieser Verschiebung: Ab 2026 müssen Käufer sogenannter New-Energy-Fahrzeuge die Hälfte der Kaufsteuer zahlen, was die bisherige vollständige Befreiung ersetzt.

Andernorts in Asien blieben die Kontraste bestehen. Japanische Käufer zeigten sich weiterhin zurückhaltend gegenüber rein elektrischen Autos, wobei das meiste Wachstum nach wie vor von Hybriden kam. Südkorea hingegen verzeichnete starke Zuwächse bei den Plug-in-Verkäufen, unterstützt durch eine erweiterte Modellpalette und ein umfassendes Förderprogramm.

Insgesamt deuten die Ergebnisse für 2025 darauf hin, dass die weltweite Nachfrage nach Plug-in-Fahrzeugen robust bleibt, aber zunehmend empfindlich auf politische Stabilität reagiert. Märkte mit kontinuierlichen Anreizen und klaren Vorgaben wachsen weiter, während abrupte Änderungen der Förderung den Schwung schnell bremsen können – ein Muster, das die Absatztrends im Jahr 2026 prägen dürfte.

Allen Garwin

2026, Feb 14 11:22