Porsche 356SC Cabriolet von 1965 bei Bring a Trailer versteigert
Ein Porsche 356SC Cabriolet aus 1965 wird auf Bring a Trailer versteigert. Mit Scheibenbremsen, 1600SC-Motor und jüngster Überholung. Auktion endet am 20. Februar.
Auf Bring a Trailer wird aktuell ein Porsche 356SC Cabriolet aus dem Jahr 1965 versteigert. Das Gebot liegt bei 60.000 US-Dollar, und die Auktion endet am 20. Februar. Schon vor dem Zuschlag hat der Wagen unter Kommentatoren Diskussionen ausgelöst, insbesondere zu Details der Ausstattung, Originalität und Dokumentation.
Dieses Exemplar repräsentiert die letzte Entwicklungsstufe der 356-Baureihe, die zwischen 1964 und 1965 produzierte 356C-Serie. Mit der C-Generation führte Porsche serienmäßig Scheibenbremsen an allen vier Rädern ein – ein bedeutender technischer Fortschritt für das Modell. Innerhalb dieser Serie kennzeichnet die Bezeichnung SC die leistungsstärkere 1600SC-Motorvariante, die Porsche damals anbot.
Der aktuelle Eigentümer erwarb den Wagen 2012. Er wurde in den 1990er Jahren aufgearbeitet und dabei in Schiefergrau neu lackiert. 2025 erfolgten umfangreiche mechanische Arbeiten: Die 1,6-Liter-Boxermotors sowie das Viergang-Schaltgetriebe und das Lenkgetriebe wurden neu abgedichtet. Zudem wurden Kupplung und Druckplatte, Antriebswellenmanschetten, Kraftstoffpumpe, hintere Bremsbeläge und Zündkerzen ersetzt. Frühere Wartungsarbeiten umfassten überholte Bremszangen, neue vordere Bremsleitungen, eine überarbeitete Zündverteileranlage und den Einbau eines Ersatztanks. Für Sammler spielt eine klar dokumentierte, kürzlich durchgeführte mechanische Überholung oft eine entscheidende Rolle.
Die Karosserie stammt von Reutter, dem langjährigen Karosseriepartner von Porsche für den 356. Zur Ausstattung gehören 15-Zoll-Stahlräder mit Radkappen, ein schwarzes Verdeck, schwarze Ledersitze und VDO-Instrumente mit einem zentral angeordneten Drehzahlmesser, dessen roter Bereich bei 6.000 U/min beginnt. Der fünfstellige Kilometerzähler zeigt etwa 7.000 Meilen an, die Gesamtlaufleistung ist jedoch unbekannt.
Die Anzeige verweist auf ein Porsche-Zertifikat der Authentizität. Die Motornummer stimmt mit der auf dem Zertifikat angegebenen Nummer überein. Der Verkäufer bestätigt in den Kommentaren, dass Motor und Getriebe nummerngleich sind. Gleichzeitig konzentriert sich die Diskussion auf die schwarz lackierte Instrumententafel – ein interessanter Punkt angesichts des schiefergrauen Außenlacks.
Der Wagen ist mit der Seriennummer 161037 zugelassen, die auf einer nachgebildeten Porsche-Karosserieplakette angegeben ist. Ein solches Detail zieht im Kontext der Dokumentation und Identifizierung von Oldtimern naturgemäß Aufmerksamkeit auf sich.
Als eine der letzten Ausführungen des 356 nimmt das 356SC Cabriolet einen besonderen Platz in der Porsche-Geschichte ein. Es bildet eine Brücke zwischen der Zeit vor dem 911 und der späteren Entwicklung des Unternehmens. Marktergebnisse für vergleichbare SC-Cabriolets zeigen ein anhaltendes Interesse an dieser Spezifikation. Da noch mehrere Tage bis zum Auktionsende verbleiben, lässt das aktuelle Gebot Spielraum für Bewegung, während potenzielle Käufer Dokumentation, kürzliche mechanische Arbeiten und Gesamteindruck abwägen.
Allen Garwin
2026, Feb 15 09:35