Toyotas Performance-Strategie: Vom LFA zum GR Corolla
Erfahren Sie, wie Toyota mit Modellen wie Lexus LFA, GT86 und GR Supra seine Performance-Philosophie umsetzt. Entdecken Sie die Entwicklung zu spannenden Autos.
Als Akio Toyoda öffentlich erklärte, Toyota werde keine langweiligen Autos mehr bauen, klang das wie eine Herausforderung an Kritiker und das Unternehmen selbst. Aus diesem kühnen Satz entwickelte sich im Laufe der Zeit ein Leitprinzip, das die moderne Performance-Strategie der Marke prägt.
Das deutlichste Symbol dieser Wende wurde der Lexus LFA. Oft als ambitionierte Ingenieurserklärung beschrieben, verfügte er über einen Saugmotor: den gemeinsam mit Yamaha entwickelten 4,8-Liter-V10 (Typ 1LR-GUE) mit 560 PS und 480 Nm Drehmoment. Er beschleunigte in etwa 3,6 Sekunden auf 60 mph und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h. Der umfangreiche Einsatz kohlenstofffaserverstärkter Materialien unterstrich den ernsthaften Charakter des Projekts. Die Vorbestellungen starteten im Oktober 2009, die Produktion begann im Dezember 2010 – damit stieg Toyota fest in die Welt der echten Supersportwagen ein.
Während der LFA als Flaggschiff-Manifest diente, übersetzte der GT86 diese Performance-Philosophie in ein erschwingliches Format. Der kompakte Heckantriebs-Coupé, gemeinsam mit Subaru entwickelt und in Gunma gebaut, belebte Toyotas klassische Frontmotor-Heckantrieb-Bauweise neu. Mit einer Gewichtsverteilung von 53:47 und einem tiefen Schwerpunkt betonte das Auto Balance und Fahrspaß. Seine konzeptionellen Wurzeln reichen zum legendären AE86 zurück; in Europa war er als GT86 bekannt, bevor er unter der Gazoo Racing-Marke zum GR86 weiterentwickelt wurde.
Gazoo Racing selbst wurde zum Kern dieser Transformation. Die Bezeichnung GRMN steht für „Gazoo Racing tuned by the Meister of Nürburgring“ und spiegelt direkt die Motorsport-Ambitionen der Marke sowie den Entwicklungsfokus auf der Nordschleife wider. Performance-Varianten waren keine gelegentlichen Experimente mehr, sondern Teil einer strukturierten, wachsenden Modellpalette.
Der GR Corolla setzte diese Entwicklung fort. Am 31. März 2022 vorgestellt, übernahm er den 1,6-Liter-Turbo-Dreizylinder G16E-GTS, der auch im GR Yaris zu finden ist. Deutsche Techniklisten geben eine Leistung von 300 PS an, kombiniert mit einem Allradantrieb. Damit erreicht der Corolla ein Leistungsniveau, das in der Geschichte des Modells zuvor fehlte. Erstmals steht er als vollwertiger Hot Hatch im Toyota-Portfolio.
Die in Zusammenarbeit mit BMW entwickelte GR Supra untermauerte den Wandel zusätzlich. Deutsche Automedien berichten von einer Final Edition, die das Ende des Produktionszyklus markiert. Sie hebt gesteigerte Leistung und spezielle Verfeinerungen in der Abschiedskonfiguration hervor. Auch wenn sich ihre Produktion dem Ende zuneigt, bleibt die Supra ein sichtbares Symbol für Toyotas Performance-Absichten.
Obwohl Akio Toyoda nicht mehr CEO ist, hallt sein Mandat der „nicht mehr langweiligen Autos“ weiter in den Unternehmenshallen nach. Die stetige Erweiterung der GR-Palette legt nahe, dass sich diese Philosophie in der breiteren Identität Toyotas verankert hat. Die Marke hat ihre Massenmodelle nicht aufgegeben – sie hat ihnen lediglich eine schärfere Kante verliehen, die vor nicht allzu langer Zeit kaum jemand mit dem weltgrößten Automobilhersteller in Verbindung gebracht hätte.
Allen Garwin
2026, Feb 18 15:49