Lucid Gravity SUV als Teil der Kunstperformance The Seven Suite in Berlin

lucidmotors.com

Lucid Group inszenierte The Seven Suite im Berliner Tempodrom mit dem Lucid Gravity SUV. Eine kulturelle Performance zur Berlinale 2026, die Elektroautos mit Musik und Film verbindet.

Am 11. Februar 2026, einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin und des European Film Markets, inszenierte die Lucid Group im Berliner Tempodrom eine ungewöhnliche Kunstperformance mit dem Titel The Seven Suite. Die Veranstaltung verlagerte die Diskussion über Elektrofahrzeuge von konventionellen Präsentationen und Probefahrten in die Bereiche Musik, Architektur und Kino.

Das Tempodrom in der Nähe des Potsdamer Platzes zählt zu den bekanntesten Kulturorten Berlins. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2001 und geprägt von seiner markanten zeltartigen Dachkonstruktion bietet die Hauptarena Platz für bis zu 3.500 Gäste. In diesem Raum platzierte Lucid sieben Lucid Gravity SUVs im Kreis. Im Zentrum stand ein Live-Ensemble, das eine siebenteilige Komposition aufführte.

Die Partitur wurde von der französisch-amerikanischen Komponistin Uèle Lamore geschaffen und dirigiert. Die Absolventin des Berklee College of Music und Gründerin des unabhängigen Orchesters Orage ist für ihre Orchesterwerke und ihre Beteiligung an europäischen Filmprojekten, darunter Produktionen, die in Cannes präsentiert wurden, bekannt. Lamore verband klassische Strukturen mit zeitgenössischen elektronischen Klängen und verwandelte die Fahrzeuge so in Elemente einer räumlichen Komposition.

Ein besonders auffälliges Element der Installation war die Nutzung der Fronttaschen des Lucid Gravity. Vierzehn Persönlichkeiten des europäischen Kinos, darunter Diane Kruger, Emilia Schüle, Jannis Niewöhner und Edin Hasanovic, saßen in den Frunks der Fahrzeuge. Eine typische technische Eigenschaft von Elektroautos wurde zur Bühne umfunktioniert, wodurch die Gäste selbst Teil der Performance wurden.

Mehr als 300 Gäste aus Medien, Kultur, Kunst und Wirtschaft verfolgten die Aufführung aus verschiedenen Perspektiven in der Halle. Das Konzept erforschte die Wahrnehmung – wie Klang, Licht und Bewegung eine emotionale Reaktion auf Technologie formen.

Der Zeitpunkt war bewusst gewählt. Die Berlinale 2026 öffnete am 12. Februar, und der European Film Market begann offiziell in derselben Woche sein Programm. Als Berlin zu einem Brennpunkt der globalen Filmindustrie wurde, positionierte Lucid seine Performance als kulturelles Statement über Bewegung – sowohl im physischen als auch im kreativen Sinne.

Im Mittelpunkt des Abends stand der Lucid Gravity, ein vollelektrischer SUV in Vollgröße, der bis zu sieben Passagiere aufnehmen kann. Veröffentlichte Spezifikationen geben eine Leistung von 418 bis 617 kW (568–839 PS) und eine WLTP-Reichweite zwischen 511 und 748 Kilometern an, mit einem Energieverbrauch von 18,2–19,4 kWh/100 km. Die Grand-Touring-Version ist mit einer 123-kWh-Batterie und einer 926-Volt-Architektur ausgestattet, die Gleichstrom-Schnellladen mit bis zu 400 kW ermöglicht. Die Fronttasche bietet ein Volumen von 8,1 Kubikfuß.

Der Gravity ist bereits auf dem europäischen Markt erhältlich. Die Grand-Touring-Version kann bestellt werden, und die Auslieferungen in Deutschland werden für Anfang 2026 erwartet. Das Modell hatte zuvor sein Europa-Debüt auf der IAA Mobility in München gegeben, was Lucids breitere Expansionsstrategie in der Region unterstreicht.

Das Unternehmen wurde 2007 unter dem Namen Atieva gegründet und ist heute unter dem Tickersymbol LCID an der NASDAQ börsennotiert. Lucid fertigt seine Fahrzeuge in Arizona und in seiner AMP-2-Anlage in Saudi-Arabien, dem ersten internationalen Produktionsstandort des Unternehmens.

The Seven Suite fungierte eher als kulturelle Geste denn als konventionelle Produktpräsentation. Indem Lucid das Fahrzeug in einen live künstlerischen Rahmen einbettete, deutete das Unternehmen an, dass fortschrittliche Technologie auch Teil einer größeren emotionalen und räumlichen Erzählung sein kann – ein leiser, aber bewusster Eintritt in den zeitgenössischen Kulturdialog Europas.

Mark Havelin

2026, Feb 19 02:41