CUPRA Raval: Elektroauto-Produktion startet 2026 in Martorell

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SEAT & CUPRA starten 2026 die Serienproduktion des CUPRA Raval, dem ersten vollelektrischen Auto aus Martorell. Erfahren Sie mehr über die industrielle Transformation.

Für SEAT & CUPRA wird 2026 mehr als nur ein weiteres Modelljahr. Das Unternehmen bereitet sich darauf vor, eine große industrielle Transformation abzuschließen: Die Serienproduktion des CUPRA Raval soll starten – des ersten vollelektrischen Autos, das im Werk Martorell gebaut wird. Damit beginnt für die Marke ein neues Kapitel.

Laut SEAT & CUPRA-Chef Markus Haupt befindet sich das Unternehmen in einer historischen Phase. Martorell wird zum Zentrum des Vorstoßes in die europäische urbane Elektromobilität. Die Fabrik nähert sich dem Endspurt vor Produktionsbeginn und durchläuft die „Serie 0“ – den letzten Schritt der Industrialisierung, bei dem Prozesse und Qualitätsstandards vor der Volumenfertigung validiert werden.

Das Ausmaß der Umstellung in Martorell ist beträchtlich. SEAT & CUPRA hat fast 160.000 Quadratmeter des Standorts speziell für die Elektrofahrzeugproduktion angepasst. Die Produktionslinie 1 wurde renoviert, die Karosseriebauhalle mit rund 1.000 neuen Robotern erweitert, und das Unternehmen hat 60 Komponentenstanzwerkzeuge installiert, darunter die neue PXL-Presse. Für die kommende Modellfamilie wurden außerdem vier neue Karosseriefarben entwickelt.

Eine der sichtbarsten Neuerungen ist eine frisch in Betrieb genommene 600 Meter lange automatisierte Brücke. Sie verbindet die im Dezember eingeweihte Batteriesystem-Montage mit der Hauptmontagelinie. Das etwa fünf Meter über dem Boden positionierte System soll einen kontinuierlichen und effizienten Fluss der Batteriepacks direkt zur Produktionslinie sicherstellen – und so das logistische Rückgrat für die Großserienfertigung von E-Autos stärken.

Der CUPRA Raval kommt nicht allein. SEAT & CUPRA leitet den Entwicklungskluster für die neue Familie urbaner Elektroautos der Volkswagen Group Brand Group Core, die vier Modelle von drei Marken umfassen wird. Nach aktuellem Plan werden der CUPRA Raval und der Volkswagen ID. Polo in Martorell produziert, während der Skoda Epiq und der Volkswagen ID. Cross bei Volkswagen Navarra vom Band laufen.

Das Projekt unterstreicht die wachsende Rolle Spaniens in der industriellen EV-Strategie des Volkswagen-Konzerns. Mehr als 90 Zulieferer und 110 Produktionsstandorte sind in das Ökosystem eingebunden, und das Land trägt etwa 70 Prozent der vergebenen Materialkosten für das Programm. Zur Unterstützung des Wandels haben die Teams von SEAT & CUPRA und Volkswagen Navarra bereits über 560.000 Trainingsstunden absolviert, da die Elektrifizierung in allen Bereichen Einzug hält.

Der Countdown zur Produktion läuft. Das Unternehmen bezeichnet Martorell als zukunftssichere Anlage – ein flexibles Werk, das vollelektrische Modelle neben Hybriden und effizienten Verbrennern für verschiedene Volkswagen-Gruppen-Marken fertigen kann. Gelingt der Endanlauf wie geplant, könnte der Start des CUPRA Raval nicht nur eine Wende für die Marke bedeuten, sondern auch einen breiteren Wandel, wie sich Spanien in Europas nächster Generation der Massenmobilität positioniert.

Mark Havelin

2026, Feb 20 02:12