GM ruft 43.732 SUV wegen Getriebesteuerventil-Defekt zurück

Kevauto, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

General Motors ruft 43.732 SUV aus 2022 zurück: Defekt am Getriebesteuerventil kann Hinterräder blockieren. Kostenloses Software-Update als Abhilfe. Betroffene Modelle: Tahoe, Suburban, Escalade, Yukon.

General Motors ruft erneut Fahrzeuge zurück. Diesmal sind 43.732 große SUV des Modelljahrs 2022 betroffen. Grund ist ein möglicher Defekt am Ventil der Getriebesteuerung, der in seltenen Fällen zum Blockieren der Hinterräder führen kann.

Der Rückruf umfasst die Benzinversionen des Chevrolet Tahoe, Chevrolet Suburban, Cadillac Escalade und Escalade ESV sowie des GMC Yukon und Yukon XL mit 10-Gang-Automatikgetriebe. Laut den Angaben zur Maßnahme können bestimmte Fahrzeuge ein Getriebesteuerventil enthalten, das anfällig für übermäßigen Verschleiß ist. Im Laufe der Zeit kann dies zu einem allmählichen Verlust des hydraulischen Drucks im Ventilgehäuse führen. Zunächst äußert sich das durch ruckartiges Schalten, in Einzelfällen kann es zu einem kurzzeitigen Blockieren der Hinterräder kommen. Ein solcher Zustand erhöht das Unfallrisiko.

Die Untersuchung begann am 21. November 2025, nachdem ein Kunde gemeldet hatte, dass das Getriebe blockierte. Der Fahrer verlor daraufhin die Kontrolle und prallte gegen eine Leitplanke. GM stellte später fest, dass einige betroffene Fahrzeuge nicht mit einer Diagnosesoftware ausgestattet waren, die einen übermäßigen Ventilverschleiß im Voraus hätte erkennen können.

Als Abhilfe wird das Unternehmen eine aktualisierte Software für das Getriebesteuergerät einspielen. Das Update soll den Ventilverschleiß überwachen und abnormale Zustände etwa 10.000 Meilen vor einem möglichen Blockieren erkennen. Wird ein Problem festgestellt, schränkt das System das Getriebe auf den fünften Gang ein. Verfügbaren Informationen zufolge tritt das Blockierereignis typischerweise beim Herunterschalten vom achten Gang auf. Die Gangbeschränkung soll die Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios verringern. Die Benachrichtigung der Fahrzeughalter soll am 30. März 2026 beginnen. Die interne Rückrufnummer von GM für diese Kampagne lautet N252536750.

Diese Maßnahme folgt auf eine größere Kampagne aus dem Jahr 2024 (24V797), die ein ähnliches Problem behandelte: Verschleiß am Getriebesteuerventil und das Risiko des Blockierens der Hinterräder. Auch damals setzte GM auf Software-Updates zur Früherkennung und präventiven Gangbeschränkung.

Parallel dazu führt der Autobauer einen weiteren umfangreichen Rückruf durch, der etwa 600.000 Fahrzeuge mit dem 6,2-Liter-L87-V8-Motor betrifft. Im Rahmen dieses Programms aktualisierte GM die empfohlene Ölspezifikation auf Mobil 1 FS 0W-40. Das Motorproblem hat auch zu Klagen geführt. Die Kläger behaupten, das Unternehmen habe vor dem Verkauf der Fahrzeuge von den potenziellen Risiken gewusst.

Halter der betroffenen SUV können den Status ihres Fahrzeugs über das Rückruf-Tool der NHTSA oder das GM Owner Center überprüfen. Wie bei anderen Sicherheitsrückrufen wird das Software-Update kostenlos bei autorisierten Händlern durchgeführt.

Statt eines umfangreichen mechanischen Austauschs konzentriert sich diese Kampagne auf eine Softwarekorrektur, die Verschleiß früh erkennen und ein kritisches Ereignis verhindern soll. Die langfristige Wirksamkeit wird sich voraussichtlich erst im Laufe der Implementierung und Überwachung im Feld klarer zeigen.

Allen Garwin

2026, Feb 23 02:32