Tesla FSD (Supervised) erkennt Gesten und verbessert Fahrverhalten

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Tesla demonstriert, wie sein FSD-System in Europa auf Gesten von Polizisten und anderen Fahrern reagiert. Das Update v14.2 optimiert die visuelle Verarbeitung für mehr Sicherheit.

Tesla hat in einem Video demonstriert, wie sich sein FSD (Supervised)-System auf europäischen Straßen in Situationen verhält, in denen bisher menschliches Urteilsvermögen entscheidend war. Das Fahrzeug erkennt dabei korrekt Gesten von Verkehrspolizisten und anderen Autofahrern und reagiert auf eine Weise, die mit einem menschlichen Fahrer vergleichbar ist.

Die entscheidende Entwicklung ist an die FSD (Supervised)-Versionen v14.2 und v14.2.1 geknüpft. Laut offiziellen Release-Notes wurde der neuronale Netzwerk-Vision-Encoder aktualisiert, um höher aufgelöste Merkmale besser zu nutzen. Diese Verbesserung soll die Erkennung von Einsatzfahrzeugen, Hindernissen auf der Straße und menschlichen Gesten optimieren. In diesem Zusammenhang ist die Gestenerkennung kein isoliertes Feature, sondern Teil einer umfassenderen Aufwertung der visuellen Verarbeitungsfähigkeiten des Systems.

In der Demonstration fährt das Auto auf Anweisung eines Polizisten bei Rot über die Ampel, setzt nach einem vollständigen Stopp an einem STOP-Schild die Fahrt fort, wenn es das Signal dazu erhält, und interpretiert die Geste eines anderen Fahrers, die ein Manöver an einer Kreuzung erlaubt. Das Verhalten des Fahrzeugs wirkt dabei flüssig, ohne abruptes Bremsen oder Zögern, das den Verkehrsfluss stören könnte.

Das Update bezieht sich zudem auf verbesserte Logik für die Interaktion mit Einsatzfahrzeugen und erweiterte Ankunftsmöglichkeiten am Zielort. Zusammengenommen deuten diese Elemente auf eine umfassende Verfeinerung von Wahrnehmung und Entscheidungsfindung hin, nicht auf eine einzelne, schrittweise Veränderung.

Gleichzeitig bleibt der technologische Fortschritt eng mit der regulatorischen Genehmigung verknüpft. Die niederländische Behörde RDW hat bestätigt, dass Tesla voraussichtlich die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen im Rahmen eines vereinbarten Zeitplans bis Februar 2026 nachweisen soll. Die Aufsichtsbehörde hat betont, dass dieser Zeitplan nicht garantiert ist und von den Ergebnissen der Bewertungen abhängt. Die europäische Gesetzgebung bietet mit Artikel 39 der Verordnung (EU) 2018/858 einen Rahmen für Ausnahmen für neue Technologien, obwohl spezifische Details zu etwaigen Anträgen nicht öffentlich bekannt sind.

Journalistische Testfahrten in Deutschland haben ebenfalls hervorgehoben, dass FSD ein überwachtes System bleibt, das einen aufmerksamen Fahrer erfordert. Auch wenn die Demonstrationen in städtischen Umgebungen selbstbewusst wirken, wird es nicht als vollständig autonom eingestuft und ist weiterhin auf menschliche Aufsicht angewiesen.

Die Fähigkeit, menschliche Gesten zu interpretieren, stellt einen bedeutenden Schritt dar, um automatisierte Systeme mit den informellen Realitäten des Straßenverkehrs in Einklang zu bringen. Wenn sich die Technologie in komplexen Szenarien als zuverlässig erweist und die regulatorischen Standards erfüllt, könnte dies einen bemerkenswerten Meilenstein für fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme in Europa markieren.

Allen Garwin

2026, Feb 23 14:25