Bugatti W16 Mistral 'La Perle Rare': Einzigartiger Hypercar mit Sur-Mesure-Philosophie

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Der Bugatti W16 Mistral 'La Perle Rare' ist eine limitierte Sonderausführung mit 1.600 PS und individueller Farbgestaltung. Erfahren Sie mehr über das letzte W16-Straßenfahrzeug von Bugatti.

Bugatti setzt seinen Abschied von der W16-Ära mit dem tief personalisierten W16 Mistral 'La Perle Rare' fort. Dieses Fahrzeug ist nicht nur eine seltene Ausführung eines ohnehin limitierten Modells, sondern verkörpert die Sur-Mesure-Philosophie, bei der ein Hypercar zum individuellen Kunstwerk wird.

Das Projekt startete im August 2023 beim Pebble Beach Concours d'Elegance – einer seit 1950 stattfindenden Veranstaltung, die als einer der einflussreichsten Treffpunkte der Automobilwelt gilt. Dort traf Jascha Straub, Bugattis Manager für Sur Mesure und Individualisierung, den Kunden, der eine einzigartige Interpretation des letzten W16-Roadsters in Auftrag gab.

Der W16 Mistral selbst nimmt eine besondere Stellung in der Markengeschichte ein. Es ist der letzte straßenzugelassene Bugatti mit dem 8,0-Liter-Vierzylinderturbo-W16-Motor, der 1.600 PS leistet. Die Produktion ist auf 99 Einheiten beschränkt, die alle kurz nach der Ankündigung verkauft wurden. Das Auto beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 2,4 Sekunden, erreicht 200 km/h in 5,6 Sekunden und 300 km/h in 12,1 Sekunden. Im Top-Speed-Modus ist es für 420 km/h ausgelegt. Ein spezieller W16-Mistral-Weltrekordwagen hat zudem einen bestätigten offenen Geschwindigkeitsrekord von 453,91 km/h aufgestellt, zertifiziert von SGS-TÜV Saar GmbH.

Bugatti W16 Mistral 'La Perle Rare' / bugatti.com

'La Perle Rare' interpretiert diese technische Basis durch ein sorgfältig entwickeltes künstlerisches Konzept. Zwei komplett neue Sonderfarben wurden speziell für diesen Auftrag kreiert: ein warmer, goldgetönter Farbton und ein edles Warmweiß. Der Übergang zwischen ihnen wird durch charakteristische weiß-goldene Trennlinien definiert, die in einem aufwendigen, mehrstufigen Prozess mit akribischer Handarbeit entstehen. Hunderte Stunden flossen in diese Oberflächenbehandlung.

Inspiration lieferte Bugattis handgemalte „Vagues de Lumière“-Technik – „Wellen des Lichts“. Der Ansatz beginnt mit der Erstellung komplexer zweidimensionaler Linien, die dann präzise an die dreidimensionalen Karosserieflächen angepasst werden. Das Ergebnis ist nicht nur dekorativ, sondern verbessert die Art, wie Licht mit der geformten Geometrie des Roadsters interagiert.

Im Innenraum setzt sich der Dialog zwischen Reflexion und Beleuchtung fort. Carbon-Komponenten sind in Weiß lackiert und bilden eine geschlossene, juwelenartige Umgebung. Die Türverkleidungen zeigen abwechselnd goldene und weiße Grafiken, während gefräste und polierte Aluminiumelemente – von den Lenkradakzenten bis zur Mittelkonsole – das Gefühl von beweglichem Licht verstärken. Warme Ambientebeleuchtung unterstreicht das perleninspirierte Thema weiter.

Das historische „Tanzender Elefant“-Motiv, geschaffen von Rembrandt Bugatti und einst als Kühlerfigur für den Typ 41 Royale verwendet, schafft eine direkte Verbindung zum Markenerbe. In 'La Perle Rare' erscheint es im Gangwahlhebelgehäuse und an Außenkarosserieteilen und verknüpft so zeitgenössische Individualisierung mit dem Design-Erbe des frühen 20. Jahrhunderts.

Die handgeschriebene 'La Perle Rare'-Signatur von Jascha Straub ist durch Stickerei, Gravur und Lackdetails integriert, was den kooperativen und höchst persönlichen Charakter des Auftrags unterstreicht.

Während der W16 Mistral das Kapitel der Bugatti-Sechzehnzylinder-Straßenfahrzeuge schließt, zeigt sich 'La Perle Rare' nicht einfach als Sonderausstattung, sondern als letzte künstlerische Aussage einer Ingenieursära – die 1.600 PS mechanischer Kraft mit akribischem Handwerk verbindet.

Mark Havelin

2026, Feb 27 02:32