Hyundai spendet unbemannte Feuerwehrroboter für gefährliche Einsätze

hyundainews.com

Die Hyundai Motor Group spendet vier unbemannte Feuerwehrroboter für Hochrisikoumgebungen in Südkorea. Die Roboter basieren auf der HR-Sherpa-Plattform und sollen Feuerwehrleute schützen.

Die Hyundai Motor Group hat ihre Zusammenarbeit mit der koreanischen Nationalen Feuerwehrbehörde vertieft, indem sie vier unbemannte Feuerwehrroboter für Hochrisikoumgebungen gespendet hat. Die Übergabezeremonie fand am 24. Februar im Nationalen 119-Rettungshauptquartier in Namyangju, Gyeonggi-Provinz, statt.

Zu den Teilnehmern gehörten Executive Chair Euisun Chung, leitende Manager der Hyundai Motor Group und von Hyundai Rotem sowie der kommissarische Leiter der koreanischen Nationalen Feuerwehrbehörde. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand neue Ausrüstung, die den Einsatz von Rettungsteams in den gefährlichsten Brandszenarien verändern soll.

Gemeinsam mit der Behörde entwickelt, basiert der Roboter auf der elektrifizierten Mehrzweckplattform HR-Sherpa von Hyundai Rotem. Das sechsrädrige 6×6-Fahrzeug mit unabhängigen Radnabenmotoren war ursprünglich als modulares System für Aufgaben von Logistik bis Aufklärung konzipiert. In der Feuerwehrkonfiguration ist es mit einem Wasserwerfer für Direkt- und Sprühbetrieb, einem Selbstkühlsystem, einer Infrarotkamera für Sicht durch Rauch und Flammen sowie vollständiger Fernsteuerung mit Live-Videoübertragung ausgestattet.

Die Hitzebeständigkeit ist ein entscheidendes Merkmal. Der Roboter kann eine interne Betriebstemperatur von 50–60 °C in Umgebungen von bis zu 800 °C aufrechterhalten, was den Einsatz in Bereichen ermöglicht, in denen menschlicher Zugang extrem riskant wäre. Fachpublikationen beschreiben die Basisplattform HR-Sherpa mit einem Betriebsgewicht von etwa 1.800 Kilogramm inklusive Nutzlast und einer robusten Sechsradkonfiguration.

Zwei Einheiten sind bereits bei den Spezialrettungseinheiten 119 in der Hauptstadtregion und Yeongnam im Einsatz und werden bei aktiven Brandbekämpfungen verwendet. Zwei weitere Roboter werden an die Provinzfeuerwehrhauptquartiere in Hwaseong, Gyeonggi, und Chungnam geliefert. Die Systeme sollen die erste Brandbekämpfung bei Großbränden unterstützen, in Bereichen mit Einsturzgefahr operieren und Gefahrenzonen vor dem Eintritt von Feuerwehrleuten erkunden.

Nach Angaben in der Pressemitteilung wurden in Südkorea in den letzten zehn Jahren 1.802 Feuerwehrleute im Dienst verletzt oder getötet. Vor diesem Hintergrund spiegelt der Wechsel zu ferngesteuerten elektrischen Plattformen eine breitere Strategie zur Reduzierung von Berufsrisiken wider. Das elektrifizierte Design ermöglicht es dem Roboter auch, in engen Räumen mit giftigen Verbrennungsgasen zu arbeiten, wo Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor operationelle Einschränkungen haben.

Die Initiative steht im Einklang mit der CSR-Mission der Hyundai Motor Group von 2023, die als „Wir machen den richtigen Schritt in Richtung freie Mobilität, eine sichere Gesellschaft und einen nachhaltigen Planeten“ definiert wurde. Die Unterstützung von Feuerwehrleuten ist Teil dieser Agenda. Die Gruppe hat zuvor zehn speziell modifizierte Busse auf Basis des Hyundai Universe Mobile Office gespendet, um Feuerwehrteams vor Ort Ruhe- und Erholungsmöglichkeiten zu bieten.

Die Hyundai Motor Group hat auch Unterstützung für das erste Nationale Feuerwehrkrankenhaus des Landes zugesagt, das sich voraussichtlich in der Chungbuk Innovation City befinden soll. Südkoreanische Medien beschreiben die Einrichtung als eine 302-Betten-Institution, die mit einer Investition von etwa 207 Milliarden Won erbaut und vom Seoul National University Hospital betrieben wird. Die Gruppe plant, Fahrzeuge und medizinische Geräte für Behandlung und Rehabilitation zu spenden.

International sind robotische Feuerwehrsysteme bereits in mehreren Ländern eingesetzt worden, darunter den USA, Frankreich und Deutschland, insbesondere während des Notre-Dame-Brands 2019. Vor diesem Hintergrund signalisiert Südkoreas Initiative einen Schritt zur direkten Integration fortschrittlicher Mobilitätstechnologie in die nationale Notfallinfrastruktur. Lokale Wirtschaftsberichte deuten weiter darauf hin, dass das Programm in Zukunft auf bis zu 100 Einheiten ausgeweitet werden könnte.

Insgesamt stellt die Spende mehr als eine symbolische Geste dar. Sie deutet auf einen allmählichen Übergang zu einem Einsatzmodell hin, in dem robotische Systeme die erste Eingriffslinie in den gefährlichsten Umgebungen werden, sodass Feuerwehrleute als Strategen und Fernbediener agieren können, anstatt als Frontopfer.

Mark Havelin

2026, Feb 27 20:49