Audis Transformationsstrategie: Menschen im Mittelpunkt der Elektromobilität

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Audi setzt auf Vielfalt, flexible Arbeitsmodelle und umfassende Weiterbildung für über 87.000 Mitarbeiter im Wandel zur Elektromobilität und CO₂-neutralen Produktion.

Audi rückt die Menschen in den Mittelpunkt seiner Transformationsstrategie und untermauert diese Botschaft mit konkreten Maßnahmen in der Beschäftigungspolitik, der Qualifizierung und der Modernisierung der Produktion. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 87.000 Mitarbeiter, davon rund 54.000 in Deutschland. Diese Belegschaft steht im Zentrum des Wandels hin zur Elektromobilität und digitalen Technologien.

Vielfalt und Inklusion bilden eine tragende Säule dieses Ansatzes. Interne Netzwerke wie dads@Audi, internationals@Audi, eine aktive Queer-Community und das Audi-Philharmonische Blasorchester spiegeln eine breite kulturelle Landschaft im Unternehmen wider. Audi integriert D&I-Prinzipien in Rekrutierung und Personalentwicklung. Auf Konzernebene lag der Frauenanteil im Management 2023 bei 19,2 Prozent, mit dem Ziel von 20,2 Prozent bis 2025. Zudem hat sich Audi Ziele gesetzt, um den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen, darunter eine Quote von 25 Prozent im Vorstand bis 2025.

Flexibilität am Arbeitsplatz ist ein weiterer Schlüsselaspekt. Seit dem 1. Oktober 2022 gilt an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm eine Hybrid-Working-Vereinbarung. Statt starre Büro-Quoten vorzugeben, ermöglicht das Modell Mitarbeitern und Führungskräften, Vereinbarungen je nach Rolle zu treffen. Das Unternehmen hat Büroflächen neu gestaltet, freiwilliges Desk Sharing eingeführt und bietet finanzielle Unterstützung für ergonomische Homeoffice-Ausstattung. Für Produktionsmitarbeiter, deren Tätigkeit keine Remote-Arbeit zulässt, stehen flexible Schichtmodelle zur Verfügung. Soziale Maßnahmen ergänzen diese Flexibilität, etwa Elternzeit von bis zu sieben Jahren mit einer garantierten Rückkehr in den Job.

Aus- und Weiterbildung stützen den Wandel. Audi hat in den vergangenen zwei Jahren rund 300 Millionen Euro in die Mitarbeiterentwicklung investiert. Allein 2023 wurden 57.445 Teilnahmen an transformationsbezogenen Schulungsprogrammen verzeichnet. 2024 überstieg die Gesamtausbildungszeit 936.000 Stunden, wovon fast 46.000 Stunden speziell auf Energiesysteme und E-Mobilität entfielen. Seit 2021 wurden etwa 1.400 Mitarbeiter für die Arbeit an den Audi Q6 e-tron- und Audi A6 e-tron-Modellreihen geschult, umgeschult oder weiterqualifiziert.

Der technologische Wandel ist eng mit neuen Produktionsstrukturen verknüpft. Die gemeinsam mit Porsche entwickelte Premium Platform Electric (PPE) bildet die Basis für die nächste Generation vollelektrischer Audi-Modelle. Für die PPE wurden Elektromotoren, Leistungselektronik und Hochvolt-Batterien neu entwickelt oder grundlegend überarbeitet, ergänzt durch die Einführung der E³ 1.2-Elektronikarchitektur. In Ingolstadt arbeitet eine neue Batteriemontageanlage für PPE-Modelle mit einer Automatisierungsrate von fast 90 Prozent. Auf 30.000 Quadratmetern können 300 Mitarbeiter im Dreischichtbetrieb bis zu 1.050 Hochvolt-Batterien pro Tag montieren.

Neckarsulm entwickelt sich zu einem Kompetenzzentrum für die Hochvolt-Batterieentwicklung. Erweiterte Test- und Engineering-Kapazitäten, kombiniert mit enger Zusammenarbeit mit dem Batterietestzentrum in Gaimersheim, sollen die eigene Expertise von der Forschung bis zur Serienproduktion stärken.

Parallel läuft die ökologische Transformation. Seit dem 1. Januar 2024 produziert das Werk Ingolstadt netto CO₂-neutral. Der Standort nutzt seit 2012 Ökostrom, und seit 2024 wird der Erdgasbedarf für die Wärmeversorgung durch Methan aus Biogasquellen ausgeglichen. Ingolstadt ist nach Brüssel und Győr der dritte Audi-Standort, der diesen Status erreicht hat. Im Rahmen der Initiative Mission:Zero strebt Audi bis 2025 eine netto CO₂-neutrale Produktion an allen Standorten an.

Zusammengenommen zeigen diese Maßnahmen eine übergreifende strategische Ausrichtung: Der Übergang zu einem vollelektrischen Portfolio und die kontinuierliche digitale Entwicklung erfordern systematische Investitionen in die Menschen. Audis Ansatz löst sich von zyklischem Denken hin zu einer kontinuierlichen Evolution und positioniert die Belegschaft als entscheidenden Faktor für die langfristige Transformation.

Mark Havelin

2026, Feb 28 03:12