Citroen überarbeitet Motorpalette für C5 Aircross, Berlingo und mehr
Citroen stärkt seine Multi-Energie-Strategie mit neuen PS-Werten und Antrieben für Modelle wie C5 Aircross Plug-in Hybrid und Berlingo, um Flexibilität und Effizienz zu bieten.
Citroen hat die Motorpalette mehrerer Schlüsselmodelle überarbeitet und damit seine Multi-Energie-Strategie gestärkt – in einer Phase, in der regulatorischer Druck und Marktnachfrage sich parallel entwickeln. Die Anpassungen sollen Familien, Freizeitnutzern und Gewerbetreibenden Flexibilität bieten und gleichzeitig den Rahmen der bevorstehenden Euro-7-Regulierung antizipieren. Diese erweitert die Aufsicht über Abgasemissionen hinaus auf Partikel von Bremsen und Reifen sowie strengere Haltbarkeitsanforderungen.
Die auffälligste Änderung betrifft den C5 Aircross Plug-in Hybrid. Seine Leistung wird jetzt offiziell mit 225 statt 195 PS angegeben. Wichtig ist, dass keine technischen Modifikationen am Antriebsstrang vorgenommen wurden; die Anpassung spiegelt die Methodik im Zusammenhang mit künftigen regulatorischen Protokollen wider. Das System kombiniert einen 1,6-Liter-Benziner mit 150 PS und einen 125 PS starken Elektromotor, der in ein Siebengang-eDCS-Automatikgetriebe integriert ist.
Mit einer 21,5-kWh-Batterie (17,8 kWh nutzbar) bietet der Plug-in-Hybrid bis zu 113 km elektrische Reichweite im Stadtverkehr und 96 km im gemischten Betrieb. Die Gesamtreichweite übersteigt 1.100 km, unterstützt durch einen 55-Liter-Kraftstofftank. Der kombinierte Verbrauch liegt bei 2,5 l/100 km, die CO₂-Emissionen bei 55 g/km. Das Modell behält eine Anhängelast von bis zu 1.550 kg bei und verfügt über Progressive Hydraulic Cushions-Fahrwerk, Advanced Comfort-Sitze sowie das Drive Assist 2.0-System.
Der Berlingo kehrt zu einem vollständigen Multi-Energie-Angebot zurück. Ein 110-PS-Turbobenziner (205 Nm) mit Handschaltung und Stop & Start ergänzt die Palette und erreicht einen kombinierten Verbrauch von 6,3 l/100 km. Auch die Dieselvarianten BlueHDi 100 und 130 werden wieder eingeführt. Die BlueHDi-Technologie setzt auf SCR-Systeme mit AdBlue, was die NOx-Emissionen deutlich reduziert.
Die Dieselversionen emittieren zwischen 138 und 151 g CO₂/km. In Frankreich profitieren Familien mit drei oder mehr Kindern von einer Reduzierung um 20 g CO₂/km und 200 kg steuerliches Gewicht pro Kind im Rahmen der Ökomalus-Regelung, was je nach Konfiguration den Malus vermeiden kann.
Der vollelektrische e-Berlingo behält seine 50-kWh-LFP-Batterie und bietet bis zu 340 km WLTP-Reichweite. LFP-Chemie ist für Langlebigkeit und thermische Stabilität bekannt, bietet aber eine geringere Energiedichte als NMC-Alternativen. Schnellladen mit 100 kW ermöglicht einen 20–80 %-Ladevorgang in etwa 30 Minuten.
SpaceTourer und Jumpy erhalten einen neuen 2,2-Liter-Dieselmotor, der den Euro-6E-Standards entspricht. Erhältlich in 150-PS- und 180-PS-Versionen, liefert die 150-PS-Einheit 370 Nm Drehmoment ab 1.500 U/min. Die CO₂-Emissionen sinken auf 170 g/km mit Handschaltung, der Verbrauch liegt bei 6,5 l/100 km.
Beide Modelle basieren auf der modularen EMP2-Plattform, die Verbrennungs- und Elektroantriebe unterstützt. Elektrovarianten verfügen über einen 100-kW-Motor und Batterieoptionen von 50 oder 75 kWh, die bis zu 350 km WLTP-Reichweite bieten. Ein 100-kW-Schnelllader kann die Batterie in deutlich unter einer Stunde auf 80 % aufladen.
Im breiteren Branchenkontext passen diese Anpassungen zum Stellantis-Plan Dare Forward 2030, der 2022 vorgestellt wurde und eine ambitionierte Elektrifizierungs-Roadmap für Europa skizziert. Gleichzeitig signalisiert die fortgesetzte Optimierung von Benzin- und Dieselmotoren eine pragmatische Übergangsstrategie, die die vielfältige Energielandschaft anerkennt, die den europäischen Markt noch prägt.
Citroens jüngste Überarbeitungen unterstreichen damit einen ausgewogenen Ansatz: Die Elektrifizierung wird ausgebaut, aber Effizienzverbesserungen bei allen Antriebsarten bleiben zentral für das Markenangebot.
Mark Havelin
2026, Feb 28 05:05