Peugeot 9X8 startet mit neuem Design in die FIA WEC Saison

stellantis.com

Peugeot Sport präsentiert das neue Design des 9X8-Hypercars für die FIA-Weltendurance-Meisterschaft. Mit Hypergraphs und GTi-Farben startet es beim Qatar 1812 km.

Peugeot Sport startet mit einem auffälligen visuellen Statement in die neue FIA-Weltendurance-Meisterschaftssaison: Die PEUGEOT-9X8-Hypercars mit den Startnummern 93 und 94 tragen nun ein komplett neu gestaltetes Design. Die Enthüllung fand am 26. Februar in Paris im Atelier Vendôme statt. Der erste Wettkampfeinsatz im neuen Look ist für den Saisonauftakt, den Qatar 1812 km am 28. März, geplant.

Die neuen Grafiken sind das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen PEUGEOT Design und Peugeot Sport. Kern des Konzepts sind die sogenannten Hypergraphs – dynamische Farbverläufe, die das ikonische Dreikralen-Motiv der Marke neu interpretieren. Diese visuellen Elemente sollen Geschwindigkeit und ständige Bewegung vermitteln und gleichzeitig die moderne Identität des 9X8-Projekts unterstreichen. Der Wagen wird von einem 2,6-Liter-Biturbo-V6 angetrieben, der mit einem 200 kW starken Elektromotor an der Vorderachse kombiniert ist. Gemäß den LMH-Regularien ist die Gesamtleistung auf 500 kW (680 PS) begrenzt, was das Gleichgewicht zwischen Leistung und Effizienz definiert.

Die Farbgebung in Weiß, Rot und Schwarz bezieht sich direkt auf Peugeots GTi-Vergangenheit. 1984 debütierte der 205 GTi, der zu einer der prägenden Hot-Hatch-Ikonen Europas wurde. Er war in 1,6- und 1,9-Liter-Versionen erhältlich, die je nach Markt und Ausstattung bis zu 128–130 PS leisteten, und baute sich einen Ruf für Leichtigkeit, Agilität und Fahrspaß auf. Dieser historische Hintergrund dient nun als emotionale Grundlage für das neueste Kapitel der Marke.

Die Verbindung zwischen Rennstrecke und Straße verkörpert der PEUGEOT E-208 GTi, der im Juni 2025 während der 24 Stunden von Le Mans vorgestellt wurde. Das Elektromodell leistet 280 PS (206 kW) und 345 Nm Drehmoment, beschleunigt in 5,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ist auf eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h begrenzt. Symbolisch begleiteten 30 Exemplare des originalen 205 GTi die Präsentation und schlugen so eine direkte visuelle Brücke zwischen den Generationen.

Für den 9X8 geht das Update über die Ästhetik hinaus. Der Wagen gab sein WEC-Debüt 2022 und zog zunächst mit seinem mutigen Konzept ohne Heckflügel Aufmerksamkeit auf sich – eine radikale Interpretation innerhalb der Hypercar-Klasse. Spätere Überarbeitungen führten zu einer konventionelleren aerodynamischen Konfiguration. Dennoch bleibt der 9X8 eines der technisch ambitioniertesten LMH-Projekte in einem hart umkämpften Feld, zu dem Toyota, Ferrari und Porsche gehören.

Der Lauf in Katar eröffnet die Meisterschaftssaison. Die Distanz von 1.812 Kilometern bezieht sich symbolisch auf den Nationalfeiertag des Landes am 18. Dezember. Für Peugeot markiert er den Beginn dessen, was die Marke als ein „GTi-Jahr“ bezeichnet. Dabei wird die visuelle Sprache des Rennprogramms mit der des neuen elektrischen Performance-Modells in Einklang gebracht.

Das neue Design stellt daher mehr als nur eine stilistische Auffrischung dar. Es rahmt eine größere Erzählung, in der GTi-Tradition auf Hybrid- und Elektrotechnologie trifft. Während die Symbolik ihre Kraft aus der Vergangenheit zieht, unterstreicht die technische Plattform sowohl des 9X8 als auch des E-208 GTi Peugeots Absicht, Leistung in zeitgenössischen Begriffen zu definieren – und das gleichermaßen auf der Rennstrecke wie auf der Straße.

Mark Havelin

2026, Mär 04 13:29