Acura Integra Type S wird erstmals offiziell nach Japan exportiert

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Der Acura Integra Type S, in den USA gebaut, kommt 2026 nach Japan. Er bietet 320 PS, Schaltgetriebe und Premium-Technik. Lesen Sie mehr über den Export und die Features.

Acura kündigt an, dass der in den USA gebaute Hochleistungs-Sportlimousine Integra Type S erstmals offiziell nach Japan exportiert wird. Der Verkaufsstart auf dem japanischen Markt ist für die zweite Hälfte des Jahres 2026 geplant. Dieser Schritt fällt mit dem 40. Jubiläum der Marke Acura zusammen und hat symbolische Bedeutung: Der Integra Type S wird das erste Fahrzeug sein, das in Japan unter dem Namen Acura verkauft wird.

Das Fahrzeug wird ausschließlich im Marysville Auto Plant in Ohio produziert, einer der wichtigsten Fertigungsstätten von Honda in Nordamerika. Das Werk baut seit 1982 Fahrzeuge und spielt eine zentrale Rolle im globalen Produktionsnetzwerk des Herstellers. Der Motor des Modells – ein turbogeladener 2,0-Liter-K20C-Aggregat – wird im nahegelegenen Anna Engine Plant montiert, der größten Motorenfabrik des Unternehmens. Dort wird auch der Motor für den Civic Type R gefertigt.

Acura Integra Type S / acuranews.com

Der Integra Type S gilt als die bislang stärkste Version des Modells. Sein turbogeladener VTEC-Motor leistet 320 PS und 310 lb-ft Drehmoment. Er ist ausschließlich mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt. Die Gangschaltung verfügt über ein automatisches Rev-Matching-System, während ein Sperrdifferential die Kraft effektiv auf die Vorderräder überträgt.

Die Ingenieure legten großen Wert auf die Fahrdynamik. Das Fahrzeug nutzt eine Doppelquerlenker-Vorderachse, ein adaptives Dämpfersystem und leistungsstarke Vorderradbremsen von Brembo. Das dynamische Paket wird durch leichte 19-Zoll-Räder mit Michelin Pilot Sport 4S-Reifen abgerundet.

Im Innenraum verbindet das Modell Performance mit Premium-Technologie. Zur Serienausstattung gehören ein 10,2-Zoll-Acura-Precision-Cockpit-Digitalinstrumentendisplay, ein Head-Up-Display, beheizte Sportsitze vorne, kabellose Apple CarPlay- und Android Auto-Kompatibilität, kabelloses Smartphone-Laden und ein 16-Lautsprecher-ELS-Studio-3D-Premium-Audiosystem.

In Japan wird der Integra Type S in derselben Ausstattung wie die US-Version angeboten, einschließlich Linkslenkung. Diese Entscheidung unterstreicht die amerikanischen Produktionswurzeln des Modells und positioniert es als besonderen Import auf dem japanischen Markt.

Die Ankunft des Modells in Japan wurde bereits Anfang 2026 angekündigt, als Honda das Fahrzeug auf zwei großen Automobilveranstaltungen präsentierte – dem Tokyo Auto Salon und der Osaka Auto Messe. Laut dem Unternehmen stießen die Ausstellungsstücke auf großes Interesse bei den Besuchern.

Der Schritt spiegelt auch eine lange Geschichte des Exports von in den USA gebauten Honda-Fahrzeugen wider. Das Unternehmen begann 1987 mit dem Export von Autos aus den Vereinigten Staaten und wurde 1988 zum ersten japanischen Automobilhersteller, der seine eigenen in den USA gebauten Fahrzeuge nach Japan importierte. Seitdem hat Honda mehr als 1,75 Millionen in den USA gebaute Fahrzeuge in globale Märkte exportiert, darunter fast 300.000 Einheiten nach Japan.

In den Vereinigten Staaten hat sich der moderne Integra zu einem der Kernmodelle von Acura entwickelt. Seit seiner Rückkehr im Jahr 2022 hat er etwa 35 % der Einzelhandelsumsätze im Premium-Sportkompaktsegment erobert. Die Hochleistungsversion Type S spielt eine spezifische strategische Rolle, indem sie jüngere Käufer anzieht und mehr als 10 % der gesamten Integra-Verkäufe ausmacht.

Vor diesem Hintergrund bedeutet der Export des Integra Type S nach Japan mehr als nur eine Erweiterung der Verkaufsgeografie. Für Acura markiert es einen symbolischen Moment: Ein Modell, das lange mit dem Erfolg der Marke auf dem amerikanischen Markt verbunden war, kehrt in seiner bislang stärksten und fortschrittlichsten Form unter dem Acura-Label in das Heimatland von Honda zurück.

Mark Havelin

2026, Mär 06 20:00