Honda Passport SUV startet 2026 in Japan mit TrailSport Elite
Honda bringt den in den USA gebauten Passport SUV 2026 nach Japan. Er bietet Offroad-Fähigkeiten mit TrailSport Elite, V6-Motor und i-VTM4-Allrad. Jetzt mehr erfahren!
Honda kündigt an, den in den USA gebauten Passport SUV auf den japanischen Markt zu bringen. Diese ungewöhnliche Entscheidung bedeutet, dass ein Fahrzeug, das in den USA entwickelt und produziert wird, auch in Japan verkauft werden soll. Die Verkäufe sollen in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 starten. Damit erweitert der Hersteller sein Angebot in Japan um ein Modell, das besonders auf Offroad-Fähigkeiten ausgelegt ist.
Für Japan wird das Fahrzeug ausschließlich in der Ausstattungsvariante TrailSport Elite angeboten. Laut Honda entsprechen die Exportmodelle den Spezifikationen der US-Version, einschließlich der Linkslenkung. Das ist für den japanischen Markt bemerkenswert, wo Rechtslenker üblich sind. Honda will jedoch die ursprüngliche Konfiguration beibehalten.
Die vierte Generation des Passport debütierte im vergangenen Jahr und entwickelte sich in den USA schnell zu einem Erfolgsmodell. Im Jahr 2025 erzielte der SUV mehrere monatliche Verkaufsrekorde und erreichte das beste Jahresergebnis in der Geschichte des Modells. Besonders auffällig ist, dass etwa 80 Prozent der Verkäufe auf die offroad-orientierte TrailSport-Version entfallen. Das unterstreicht die starke Nachfrage nach robusten Varianten.
Der Passport wurde in den USA konzipiert und entwickelt. Das Design entstand in Kalifornien, die Ingenieursarbeit wurde in Ohio durchgeführt, und die Produktion findet im Honda Alabama Auto Plant in Lincoln statt. Dort wird auch der Motor des SUV hergestellt. Das Werk ist seit 2001 in Betrieb und hat eine Kapazität von bis zu 340.000 Fahrzeugen und 340.000 V6-Motoren pro Jahr. Neben dem Passport werden dort Modelle wie der Pilot, die Odyssey und der Ridgeline produziert.
Angetrieben wird der SUV von einem 3,5-Liter-V6-Motor mit einem Hubraum von 3471 Kubikzentimetern. Er leistet 285 PS und ein Drehmoment von 262 lb-ft. Der Motor ist mit einem 10-Gang-Automatikgetriebe gekoppelt. Für den japanischen Markt stellt dieser Antrieb ein neues Angebot dar, da Honda dort bisher keine Fahrzeuge mit diesem Antriebsstrang verkauft hat.
Die TrailSport Elite-Version betont die Offroad-Fähigkeiten. Sie umfasst eine offroad-abgestimmte Federung, verstärkte Unterbodenschutzbleche, All-Terrain-Reifen, Front- und Heck-Bergungspunkte sowie das TrailWatch-Kamerasystem. Dieses System soll Fahrern helfen, die Umgebung des Fahrzeugs bei schwierigem Gelände im Blick zu behalten. Der SUV nutzt außerdem das i-VTM4-Allradsystem, das das Drehmoment zwischen den Hinterrädern verteilt. In der zweiten Generation hat die Hinterachseinheit eine um 40 Prozent höhere Drehmomentkapazität und ein um 30 Prozent schnelleres Ansprechverhalten. Das verbessert die Traktion in anspruchsvollen Fahrsituationen.
Der Name Passport selbst geht auf die frühen 1990er Jahre zurück. Die ersten Generationen wurden von 1993 bis 2002 produziert und entstanden während der Zusammenarbeit von Honda mit Isuzu. Nach einer langen Pause kehrte das Modell 2019 als Mittelklasse-SUV zurück, das zwischen dem CR-V und dem größeren Pilot positioniert ist.
Der Export von in den USA gebauten Fahrzeugen ist seit langem Teil der globalen Strategie von Honda. Das Unternehmen begann 1987 mit dem Versand amerikanischer Fahrzeuge ins Ausland und hat seitdem mehr als 1,75 Millionen Honda- und Acura-Fahrzeuge weltweit exportiert. Davon gingen fast 300.000 Fahrzeuge nach Japan. Bereits 1988 wurde Honda zum ersten japanischen Automobilhersteller, der eigene in den USA gebaute Fahrzeuge nach Japan importierte.
Der neue Passport wurde bereits auf Veranstaltungen wie dem Tokyo Auto Salon und der Osaka Auto Messe präsentiert, wo das Unternehmen ein starkes Besucherinteresse verzeichnete. Vor diesem Hintergrund erscheint die Einführung des SUV in Japan als logischer nächster Schritt. Honda erweitert damit sein SUV-Angebot und führt ein Modell mit stärkeren Offroad-Qualifikationen ein, als die meisten Fahrzeuge im aktuellen inländischen Sortiment bieten.
Mark Havelin
2026, Mär 06 21:19