Stellantis-Kunden können jetzt an Tesla Superchargern laden

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Stellantis eröffnet Zugang zu über 27.500 Tesla Superchargern in Nordamerika für Elektrofahrzeuge wie Dodge, Jeep, Ram, FIAT und Maserati. Mehr Lademöglichkeiten und Planbarkeit.

Stellantis hat seinen Kunden Zugang zu über 27.500 Tesla Supercharger-Standorten in Nordamerika eröffnet. Damit erweitert der Konzern die Lademöglichkeiten für Besitzer von Elektrofahrzeugen der Marken Dodge, Jeep, Ram, FIAT und Maserati erheblich.

Die Maßnahme schließt Stellantis-Kunden an eines der größten Schnellladenetze der Region an. Tesla selbst betont, dass seine Infrastruktur einen bedeutenden Teil der Schnelllader ausmacht und somit ein zentraler Bestandteil der EV-Landschaft ist. Für Fahrer bedeutet das mehr Planbarkeit auf langen Strecken und weniger Einschränkungen bei der Routenplanung.

Der Zugang wird über einen NACS-CCS1-DC-Adapter ermöglicht, der über autorisierte Stellantis-Händler und Mopar erhältlich ist. Parallel dazu sind einige Tesla-Stationen mit dem Magic Dock ausgestattet – einem integrierten Adapter, der kompatiblen Fahrzeugen das Laden ohne zusätzliche Hardware erlaubt. Nur offiziell zugelassene Adapter werden unterstützt.

Zu den kompatiblen Fahrzeugen gehören aktuelle und künftige Modelle. Dazu zählen der Dodge Charger Daytona (2024–2026), der Jeep Wagoneer S, der Jeep Recon (erwartet 2026), der Ram ProMaster EV, der FIAT 500e sowie Maserati Folgore-Varianten. Langfristig plant Stellantis, Adapter überflüssig zu machen: Ab 2027 sollen neue Modelle wie der Dodge Charger Daytona mit einem nativen NACS-Ladeanschluss ausgestattet sein.

Ladevorgänge und die Suche nach Stationen werden über die Free2move Charge App abgewickelt. Die Plattform integriert mehrere Lade-Netzwerke, darunter Tesla und andere öffentliche Stationen, sodass Nutzer Ladepunkte finden, Sitzungen starten und Zahlungen über eine einzige Oberfläche verwalten können.

Diese Erweiterung spiegelt einen breiteren Branchentrend hin zum NACS-Standard wider. Inzwischen als SAE J3400 formalisiert, wird er zunehmend von großen Autoherstellern übernommen. Gleichzeitig entwickelt sich auch alternative Infrastruktur: Das von mehreren Herstellern, darunter Stellantis, unterstützte IONNA-Netzwerk strebt bis 2030 den Ausbau von über 30.000 Schnellladepunkten in Nordamerika an.

Insgesamt führt dies zu einer schrittweisen Vereinheitlichung der Lade-Infrastruktur. Für Automobilhersteller bedeutet das die Anpassung an einen neuen Standard; für EV-Besitzer bringt es einen breiteren Zugang zur Infrastruktur, ohne dass ein Fahrzeugwechsel nötig ist.

Mark Havelin

2026, Mär 20 20:32