Polestar steigert Anteil von recyceltem Kobalt in Batterien deutlich

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Polestar erhöht recyceltes Kobalt in Batterien auf mindestens 50 %, übertrifft Branchenstandards und fördert Kreislaufwirtschaft. Erfahren Sie mehr über nachhaltige Strategien.

Polestar hat den Anteil von recyceltem Kobalt in den Batterien seiner Modelle Polestar 2 und Polestar 3 auf mindestens 50 Prozent erhöht. Dieser Wert sticht deutlich aus den aktuellen Branchenstandards heraus. Im Jahr 2023 machte recyceltes Kobalt nur etwa fünf bis sechs Prozent des globalen Angebots aus – Polestars Schritt signalisiert daher eine klare Beschleunigung hin zu einer Kreislaufwirtschaft.

Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Strategie, um die Abhängigkeit von neu abgebauten Rohstoffen zu verringern und Materialien möglichst lange im Kreislauf zu halten. Dabei konzentriert sich Polestar nicht allein auf das Recycling. Das Unternehmen verlängert auch die Lebensdauer der Batterien und erhält ihren Wert während der Nutzungsphase. So wird der ökologische Fußabdruck direkt mit dem Besitzerlebnis verknüpft.

Die Bedeutung dieses Ansatzes wird deutlich, wenn man die Rolle von Kobalt in Batterien betrachtet. Das Metall ist entscheidend für die Stabilität der Kathode und eine längere Batterielebensdauer, was es zu einer Schlüsselkomponente moderner Lithium-Ionen-Systeme macht. Gleichzeitig ist Kobalt mit einigen der größten Herausforderungen in der Lieferkette verbunden, darunter Umweltrisiken und soziale Probleme in Abbaugebieten. In Europa werden diese Themen zunehmend durch Regulierungen adressiert, die künftig Mindestanteile von recyceltem Kobalt in Batterien vorschreiben.

In der Praxis setzt Polestar die Kreislaufwirtschaft durch die Zusammenarbeit mit den Batteriezentren von Volvo Cars um. Aufbereitete Hochvoltbatterien kommen als Ersatz zum Einsatz. Sie bieten einen vergleichbaren Gesundheitszustand, ermöglichen eine längere Nutzung der Komponenten und reduzieren so die Umweltauswirkungen.

Zudem baut das Unternehmen Partnerschaften mit Recyclern in allen seinen Märkten auf und erhöht die Transparenz in der Lieferkette. Der Polestar 2 war eines der ersten Fahrzeuge mit blockchain-nachverfolgbarem Kobalt. Lebenszyklusanalysen und CO₂-Berichterstattung bleiben zentrale Elemente der Nachhaltigkeitsstrategie.

Die Kreislaufwirtschaft geht über Batterien hinaus. Die Marke setzt bereits recyceltes Aluminium und Stahl ein, nutzt Materialien aus PET-Abfällen und Komponenten auf ECONYL-Basis. Parallel dazu vereinfacht Polestar die Materialzusammensetzung und entwickelt modulare Designs, um Wiederverwendung und Recycling zu unterstützen.

Zusammengenommen spiegeln diese Maßnahmen einen umfassenderen Wandel in der Elektrofahrzeugbranche wider: den Übergang zu einem System, in dem Materialien kontinuierlich wiederverwendet, nachverfolgt und reintegriert werden, anstatt abgebaut und entsorgt zu werden.

Mark Havelin

2026, Mär 25 05:10