BMW Z1 mit 65 km: Einzigartiger Roadster in Auktion
Entdecken Sie den BMW Z1 von 1990 mit nur 65 km Laufleistung. Dieser seltene Roadster mit vertikal versenkbaren Türen ist bei Bring a Trailer versteigert. Erfahren Sie Details zu Motor und Zustand.
Gerade einmal 65 Kilometer auf dem Tacho – diese eine Zahl verwandelt diesen BMW Z1 von 1990 von einem seltenen Roadster in etwas, das eher einer Zeitkapsel gleicht. Bei einem Modell, von dem etwa 8.000 Einheiten produziert wurden, ist eine solche Laufleistung außergewöhnlich ungewöhnlich und katapultiert den Wagen sofort in eine andere Kategorie.
Dieses spezielle Exemplar ist in Toprot lackiert und verfügt über einen dunkelgrauen Nubuk-Innenraum. Angetrieben wird es von einem 2,5-Liter-M20B25-Reihensechszylinder mit 168 PS, der über ein Fünfgang-Schaltgetriebe die Hinterräder antreibt. Zur Ausstattung gehören ABS, 16-Zoll-Style-11-Felgen, ein schwarzes Stoffverdeck und elektrische Fensterheber. Laut Auktionsangebot hat das Fahrzeug einen einwandfreien Carfax-Report und ist in Oklahoma als Oldtimer zugelassen.
Was den Z1 jedoch wirklich auszeichnet, geht weit über seinen Zustand hinaus. Das Modell selbst entstand als Experiment des BMW Technik GmbH, einer Abteilung, die sich auf die Entwicklung neuer Ingenieurskonzepte konzentrierte. Erstmals 1987 gezeigt und 1989 in limitierter Produktion gestartet, war der Z1 nie als konventioneller Seriensportwagen gedacht.
Er wurde zum Ausgangspunkt für die BMW Z-Reihe, bleibt aber grundlegend anders als seine Nachfolger. Im Gegensatz zu späteren Modellen wie dem Z3 oder Z4 setzte der Z1 auf Design- und Techniklösungen, die sich nie großflächig durchsetzten.
Das markanteste Merkmal sind seine vertikal versenkbaren Türen, die in den Schwellern verschwinden und auch während der Fahrt offen bleiben können. Die Konstruktion ist ebenso unkonventionell: Unter abnehmbaren Kunststoff-Karosserieteilen verbirgt sich eine verzinkte Stahl-Monocoque-Struktur, die es ermöglicht, Außenteile zu demontieren und auszutauschen.
Technisch gesehen war der Wagen mehr als nur eine Designstudie. Der Motor war in einer vorderen Mittelmotor-Anordnung platziert, um die Gewichtsverteilung zu verbessern. Die Hinterachse brachte eine neue Mehrlenkerkonstruktion, die spätere BMW-Entwicklungen beeinflussen sollte. Diese Elemente machten den Z1 zu einer echten Ingenieursplattform und nicht nur zu einem Styling-Experiment.
Vor diesem Hintergrund gewinnt das vorgestellte Exemplar zusätzliche Bedeutung. Die meisten heute auf dem Markt erhältlichen BMW Z1 weisen Zehntausende Kilometer auf. Selbst gut erhaltene Fahrzeuge kommen selten an eine derart minimale Nutzung heran. Ein Auto mit nur 65 Kilometern bewegt sich damit eher im Bereich musealer Erhaltung als im typischen Sammlerzustand.
Z1-Modelle mit niedriger Laufleistung haben bei Auktionen bereits ein gesteigertes Interesse gezeigt, wobei der Wert eng mit Originalität und Zustand verknüpft ist. Das macht das aktuelle Angebot zu mehr als nur einem weiteren seltenen BMW-Roadster der späten 1980er Jahre – es ist eine Konvergenz aus ingenieurtechnischer Einzigartigkeit und nahezu ungenutzter Erhaltung.
Während die Auktion ihrem Abschluss entgegengeht, bleibt das Endergebnis abzuwarten. Klar ist bereits, dass solche Exemplare nur selten auftauchen und jedes einzelne für Sammler zu einem bemerkenswerten Moment wird.
Allen Garwin
2026, Apr 13 20:21