BMW i7 Gen6-Batterie senkt CO2-Emissionen um 33 Prozent
BMW hat den CO2-Fußabdruck der Elektrofahrzeug-Batterie im i7 um etwa ein Drittel reduziert. Erfahren Sie mehr über nachhaltige Produktion und Effizienzsteigerungen.
BMW hat den CO₂-Fußabdruck eines zentralen Elektrofahrzeug-Komponenten um etwa ein Drittel reduziert. Dieses Ergebnis wurde mit der neuen Gen6-Batterie erzielt, die im aktualisierten BMW i7 eingeführt wurde.
Es handelt sich dabei nicht nur um eine kleine Verbesserung, sondern um einen grundlegenden Wandel in der Produktionsweise. Die Hochvoltbatterie wird mit erneuerbarer Energie hergestellt, einschließlich der Produktion von Anoden- und Kathodenmaterialien, und setzt teilweise auf Sekundärrohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel. Zusammen führen diese Maßnahmen zu einer Verringerung der CO₂e-Emissionen in der Lieferkette um ungefähr 33 Prozent im Vergleich zur vorherigen Gen5-Batterie.
Die Technologie selbst hat ebenfalls Fortschritte gemacht. Die neue Batterie nutzt zylindrische Zellen im 4695-Format, die eine etwa 20 Prozent höhere Energiedichte bieten. BMW verweist auf eine gesteigerte Reichweite und schnellere Ladezeiten, obwohl konkrete Zahlen für den aktualisierten i7 noch nicht bekannt gegeben wurden. Die Batterien werden in Zusammenarbeit mit Rimac Technology in Kroatien produziert und dann nach Deutschland zur Endmontage geliefert.
Für Fahrer bedeutet dies die Aussicht auf längere Strecken und kürzere Ladezeiten bei einem insgesamt geringeren CO₂-Fußabdruck. Laut Lebenszyklusanalysen von BMW verursacht der aktuelle i7 bereits bis zu 28 Prozent weniger Emissionen als ein vergleichbares Dieselfahrzeug, wobei die Differenz auf rund 54 Prozent steigt, wenn er mit erneuerbarer Energie betrieben wird.
Die Nachhaltigkeitsbemühungen gehen über die Batterie hinaus. Ab 2026 werden ausgewählte Raddesigns für den BMW i7 bis zu 70 Prozent Sekundäraluminium verwenden. Sowohl die Aluminiumproduktion als auch die Radherstellung werden teilweise mit erneuerbarer Energie betrieben, während die Qualitätsstandards des Unternehmens eingehalten werden.
Die Effizienz im Alltag wird durch das EfficientDynamics-Paket von BMW adressiert, das seit 2007 entwickelt wird. Es kombiniert aerodynamische Optimierung, Leichtbau, reduzierten Rollwiderstand und fortschrittliches Energiemanagement, um den Gesamtenergieverbrauch zu senken.
Alle Versionen der BMW 7er-Reihe, einschließlich des i7, werden im Werk Dingolfing in Deutschland gebaut. Die Anlage arbeitet bereits zu 100 Prozent mit extern bezogener erneuerbarer Elektrizität. Sie verfügt außerdem über eine Dach-Solaranlage mit einer Kapazität von etwa 11 MW und ein Biomasse-Heizkraftwerk, das einen Teil des Energiebedarfs deckt.
Diese Entwicklungen passen zu BMWs umfassenderer Klimastrategie. Das Unternehmen strebt Netto-Null-Emissionen bis 2050 an und plant, die CO₂e-Emissionen bis 2030 um mindestens 40 Millionen Tonnen zu reduzieren. Zur Unterstützung der Transparenz veröffentlicht BMW geprüfte Lebenszyklus-CO₂-Fußabdruckdaten für seine Fahrzeuge, die alles von der Rohstoffbeschaffung bis zum Recycling am Ende der Lebensdauer abdecken.
Mark Havelin
2026, Apr 15 23:55