Nissan GT-R R36: Hybridantrieb statt Elektro oder reiner Benziner

Nissan bestätigt, dass der nächste GT-R (R36) ein Hybrid wird. Erfahren Sie, warum kein Elektroauto und keine reine Benzinversion geplant sind.

Nissan hat eine rein elektrische Zukunft für den nächsten GT-R ausgeschlossen. Das bestätigt, dass der ikonische Sportwagen trotz früherer Andeutungen des Unternehmens kein Elektroauto wird. Gleichzeitig ist eine rein benzinbetriebene Version keine Option mehr – der kommende R36 wird unweigerlich einen Hybridantrieb erhalten.

Die Entscheidung wird von zwei Schlüsselfaktoren geprägt. Zum einen glaubt Nissan, dass die aktuelle Lithium-Ionen-Batterietechnologie nicht in der Lage ist, ein GT-R-würdiges Produkt zu liefern, insbesondere in Bezug auf Gewicht, Wärmemanagement und dauerhafte Hochleistungsfähigkeit. Zum anderen lassen verschärfte Emissionsvorschriften – besonders in Europa – kaum Spielraum für Hochleistungsmodelle ohne eine gewisse Elektrifizierung.

Ein Großteil der Spekulationen über einen elektrischen GT-R ging vom Hyper-Force-Konzept aus, das 2023 vorgestellt wurde. Es präsentierte sich als vollelektrischer Supersportwagen mit bis zu 1.000 kW Leistung, einer Festkörperbatterie und e-4ORCE-Allradsteuerung und spiegelte damit die GT-R-Philosophie der Kombination von Rennstreckenfähigkeit und Alltagstauglichkeit eng wider. Nissan stellt nun jedoch klar, dass dieses Konzept nicht direkt den nächsten Serienmodell vorwegnimmt.

Der GT-R selbst bleibt eine der konsistentesten Ingenieurslinien der Branche. Seine Wurzeln reichen bis zum Skyline GT-R zurück, wobei Modelle wie der R32 und R35 seinen Ruf für fortschrittliche Technologie und zugängliche Supersportwagen-Leistung definierten. Der R35, angetrieben von einem 3,8-Liter-Biturbo-V6 und Allradantrieb, wurde zu einem globalen Maßstab für die Verbindung von Geschwindigkeit mit Alltagstauglichkeit.

Die Hinwendung zur Hybridisierung entspricht einem breiteren Branchentrend. Ferrari, Porsche und McLaren setzen bereits Hybridsysteme in ihren Flaggschiffmodellen ein und nutzen die Elektrifizierung, um die Leistung zu steigern und gleichzeitig die Emissionen zu reduzieren. Lamborghini hat sich ebenfalls auf Plug-in-Hybride verlegt. Vor diesem Hintergrund wirkt Nissans Schritt eher wie eine Anpassung als eine Abweichung.

Details zum R36 bleiben spärlich. Das Modell befindet sich in der Entwicklung, aber Nissan hat noch keine offiziellen Spezifikationen, Plattformdetails oder einen genauen Startzeitpunkt bekannt gegeben. Verfügbare Signale deuten auf eine Premiere in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts mit einer Hybridarchitektur hin.

In der Praxis sieht sich Nissan also zwischen technologischen Grenzen und regulatorischem Druck gefangen. Ein vollelektrischer GT-R wird aufgrund aktueller Batterielimitationen verschoben, während eine rein verbrennungsmotorische Version nicht mehr in die Emissionsanforderungen passt. Ein Hybridantrieb erweist sich als der Kompromiss, der die Identität des Autos in einem sich wandelnden Umfeld bewahrt.

Allen Garwin

2026, Apr 16 23:57