Toyota Mirai 2026 im Check: Brennstoffzellen-Limousine mit 402 Meilen Reichweite, Ausstattung, Assistenz und Preis

Toyota Mirai 2026: H2-Limousine, 402 Meilen ohne Steckdose
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Toyota Mirai 2026 mit Brennstoffzelle: 402 Meilen Reichweite, 19-Zoll-Felgen, 12,3-Zoll-Displays. Ab 51.795 $; H2-Bonus, Safety Sense 3.0 und OTA. Konnektivität

Toyotas Mirai des Modelljahres 2026 bekräftigt ein schlichtes Versprechen: eine elektrische Limousine, die nicht an die Steckdose muss. Der Strom entsteht an Bord aus Wasserstoff, am Auspuff bleibt nur Wasser – so will Toyota das typische EV-Gefühl liefern und lange Ladepausen umgehen.

Für 2026 sind die Eckdaten klar: Der Brennstoffzellenantrieb leistet 182 PS, Toyota nennt eine von der EPA geschätzte Reichweite von 402 Meilen. Die Kraft geht an einen hinten platzierten AC-Synchronmotor; Rekuperation und eine Lithium-Ionen-Batterie unterstützen das System. Das Setup zielt weniger auf Schlagzeilen, mehr auf stetige, entspannte Fortbewegung.

Toyota Mirai 2026
2026 Toyota Mirai / toyota.com

Optisch meldet Toyota eine einfache, aber sichtbare Neuerung: 19-Zoll-Leichtmetallräder in Schwarz mit gefräster Oberfläche sind nun Serie. Darunter bleibt der Mirai bei der hinterradgetriebenen GA‑L-Plattform; die Verpackung orientiert sich an zwei Wasserstofftanks unter der Rückbank. Als serienmäßige Helfer führt Toyota unter anderem Active Cornering Assist und Hill Start Assist Control auf. Pragmatische Detailpflege statt großer Umbauten.

Innen liegt der Schwerpunkt auf Bildschirmen, Konnektivität und Alltagskomfort. Der Mirai bietet einen 12,3-Zoll-Multimedia-Touchscreen und ein 12,3-Zoll-Kombiinstrument, dazu einen Panoramic View Monitor für die 360-Grad-Ansicht von oben. Zum Laden mobiler Geräte gibt es ein Qi-fähiges Ablagefach sowie mehrere USB-Anschlüsse; Toyota Audio Multimedia unterstützt Over-the-Air-Updates und Sprachbedienung. Das wirkt schlüssig auf den täglichen Einsatz zugeschnitten.

Toyota Mirai 2026
2026 Toyota Mirai / toyota.com

Vernetzte Funktionen bündelt Toyota über Safety Connect, Service Connect und Remote Connect; es gibt Testzeiträume, die Verfügbarkeit hängt vom Netz ab. An Bord ist zudem die Assistenzsuite Toyota Safety Sense 3.0 mit Funktionen wie Pre-Collision-Unterstützung, adaptivem Tempomat, Spurführung, Verkehrszeichenerkennung, automatischem Fernlicht und proaktiver Fahrunterstützung. Zusätzlich serienmäßig: Totwinkelwarner mit Querverkehrswarner hinten sowie Einparkhilfe mit automatischer Bremsfunktion. Traffic Jam Assist erfordert einen aktiven Drive Connect-Testzeitraum oder ein entsprechendes Abonnement.

Toyota Mirai 2026
2026 Toyota Mirai / toyota.com

Toyota teilt mit, dass der Mirai 2026 voraussichtlich diesen Winter bei den Händlern eintrifft; die US-UVP liegt bei 51.795 Dollar (zuzüglich 1.195 Dollar für Bearbeitung und Übergabe; Preisangaben können sich ändern). Außerdem nennt das Unternehmen Vorteile für Kaufende und Leasingnehmende, darunter verlängertes ToyotaCare, Komponenten-Garantien und Wasserstoff im Wert von 15.000 Dollar als Zugabe – mit unterschiedlichen Fristen für Kauf und Leasing. Das Paket soll den Einstieg in die H2-Welt berechenbarer machen.

Toyota Mirai 2026
2026 Toyota Mirai / toyota.com

Wie attraktiv der Mirai im Alltag ist, hängt weiterhin davon ab, wo sich sinnvoll tanken lässt. In Deutschland spricht H2 MOBILITY von einem Netz von rund 70 öffentlichen Wasserstoffstationen und verweist für den Live-Status auf h2.live. In Kalifornien – einem der wichtigsten US‑Märkte für Brennstoffzellen-Pkw – veröffentlichen offizielle Stellen regelmäßig aktualisierte Stationsdaten. Vor diesem Hintergrund wirkt Toyotas Vorstoß folgerichtig: Der Mirai 2026 legt bei Feinschliff und Alltagstauglichkeit zu, doch am Ende entscheidet das Tankstellennetz, wie weit Wasserstoffmobilität realistisch kommt.

Mark Havelin

2025, Dez 09 09:11