Kia zeigt Vision Meta Turismo: mutige Studie mit AR-Head-up-Display und drei digitalen Modi

Kia Vision Meta Turismo: AR-HUD, digitale Modi, Lounge
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Zum 80. Jubiläum enthüllt Kia die Vision Meta Turismo: Grand-Touring-Studie mit AR-Head-up-Display, drei digitalen Modi und Opposites-United-Design. Bald Infos.

Zum 80. Geburtstag wollte Kia Vergangenheit und Zukunft nebeneinander zeigen. In der Kia Vision Square in Yongin, Südkorea, kamen rund 400 Gäste zusammen, darunter die Führung der Hyundai Motor Group und Kia-Manager. Gleichzeitig startete eine Jubiläumsausstellung, die auf lange Sicht angelegt ist.

Der deutlichste Blick nach vorn ist die Studie Kia Vision Meta Turismo. Kia versteht sie als Symbol für eine neue Mobilitätsära: dynamische Fahreigenschaften treffen auf einen Innenraum mit Lounge-Charakter – eine Verneigung vor Tempo und Eleganz des Grand Touring der 1960er Jahre. Außen folgt das Design der Philosophie Opposites United, die weiche Flächen mit geometrischen Elementen kontrastiert und so eine klar futuristische Silhouette zeichnet.

Im Inneren dreht sich alles weniger um klassische Hardware und stärker um digitale Interaktion sowie das Zusammenspiel zwischen Mensch und Mobilität. Hervorgehoben wird ein neu gedachtes Lenkkonzept als intuitive Schnittstelle der nächsten Generation – kombiniert mit drei digitalen ModiSpeedster, Dreamer und Gamer – sowie einem Ansatz für ein AR-Head-up-Display. Letzteres soll intelligentes Glas einbinden, damit Fahrende virtuelle Grafiken scheinbar dreidimensional über der Straße sehen; das Erlebnis wird auf unterschiedliche Fahrszenarien zugeschnitten.

Kia Vision Meta Turismo
Kia Vision Meta Turismo / kiamedia.com

Technische Daten hält Kia vorerst zurück; vollständige Informationen sollen später folgen. Genau dieses Schweigen prägt die ersten Reaktionen in der Branche: Die Vision Meta Turismo wird überwiegend als mutiges Design- und Interface-Statement gelesen, nicht als seriennaher Vorläufer. Ohne bestätigte Details zu Antrieb, Batterie, Leistung oder Reichweite bleibt die nüchterne Deutung, dass die Studie vor allem Ausblick auf künftige Bedienwelten, AR-Anzeigen und Formensprache gibt – weniger ein Versprechen, die gezeigte Form kurzfristig in die Produktion zu bringen. Angesichts der aktuellen Konkurrenz um die beste User-Experience wirkt dieser Fokus folgerichtig.

Parallel eröffnete Kia im Erdgeschoss der Vision Square die Jubiläumsschau The Legacy of Movement, geplant bis 2029. Acht Themenbereiche gliedern die Ausstellung; 17 Fahrzeuge zeichnen Kias Weg von frühen Mobilitätsprodukten wie dem Fahrrad 3000-Liho und dem K-360 bis hin zu aktuellen Modellen, darunter auch Elektroautos. Berichte nennen eine Fläche von über 15.000 Quadratmetern, Details zum öffentlichen Zugang wurden in den verfügbaren englisch- und deutschsprachigen Quellen nicht genannt.

Kia Vision Meta Turismo
Kia Vision Meta Turismo / kiamedia.com

Zum Programm gehört außerdem eine 430-seitige Publikation mit dem Titel Kia 80 Years – die erste größere historische Werkschau seit dem Beitritt zur Hyundai Motor Group. Ob und wie das Buch öffentlich verfügbar sein wird, wurde in den Berichten rund um die Veranstaltung nicht angegeben.

In Summe wirkt das Jubiläum wie eine bewusst gewählte Zweiteilung: Hier die Herkunft, dort der Anspruch für morgen. Die Ausstellung liefert die Chronik; die Vision Meta Turismo formuliert die These – dass Kia die kommenden Jahrzehnte ebenso stark über Gestaltung und digitale Erlebnisse definieren will wie über die Autos selbst.

Mark Havelin

2025, Dez 10 07:33