Alfa Romeo bei der Miami Art Week: Art Basel, BitBasel und 115 Jahre Design
Alfa Romeo zeigt bei der Miami Art Week, Art Basel und BitBasel den 33 Stradale und ein Tonale Art Car – ein Dialog aus Design, Tradition und Kultur weltweit.
Anfang Dezember trat Alfa Romeo bei der Miami Art Week sichtbar in Erscheinung – gleich auf zwei zentralen Bühnen: Art Basel Miami Beach und BitBasel. Statt eines klassischen Markenauftritts nutzte man die Woche als Experimentierfeld, um auszuloten, wie Automobildesign, Markentradition und zeitgenössische Kulturpraktiken im globalen Kunstkontext ineinandergreifen.
Den Auftakt machte am 2. Dezember ein privates Event im Hagerty Garage + Social mit über 200 Gästen. Im Zentrum stand eine Inszenierung von 115 Jahren Alfa-Romeo-Geschichte: vom ultra-exklusiven 33 Stradale über den kommenden 2026 Alfa Romeo Tonale bis hin zu ausgewählten historischen Rennwagen. Darunter der Alfa Romeo 155 V6 TI, mit dem Nicola Larini 1993 die DTM-Meisterschaft gewann – ein klarer Verweis auf die Rennsport-DNA, die das heutige Markenbild mitprägt.
Eine zusätzliche künstlerische Ebene brachte der italienische Fotograf und Künstler Luca Artioli ein. Seine Automobilporträts, entstanden mit der Technik der intentionalen Kamerabewegung (ICM), deuten Fahrzeuge als abstrakte Kompositionen aus Bewegung, Licht und Farbe. Dieser Blick löst sich bewusst von technischen Details und rückt das emotionale Erleben in den Vordergrund – eine Annäherung, die die Autos überzeugend in die Bildsprache der Gegenwartskunst übersetzt.
Später in der Woche setzte eine Kooperation mit BitBasel, einer während der Miami Art Week ausgerichteten unabhängigen Plattform an der Schnittstelle von Kunst und Technologie, den Dialog fort. Vom 3. bis 7. Dezember zeigte Alfa Romeo im Sagamore Hotel an der Collins Avenue eine aufmerksamkeitsstarke Installation: den 33 Stradale neben einem Tonale Art Car, dessen Folierung das sechsjährige Jubiläum von BitBasel markierte. Der Ort, seit Langem als kultureller Anlaufpunkt zur Art Basel bekannt, gewährleistete Präsenz an einer der belebtesten Passagen der Woche.
Indem sich die Marke in das weitere Programm aus Ausstellungen, Installationen und Gesprächen einbettete, adressierte Alfa Romeo ein Publikum, das Designobjekte gewohnt durch eine kulturelle Linse betrachtet. Die Installation verstand das Automobil nicht nur als Produkt, sondern als Thema innerhalb größerer Diskurse über Ästhetik, Innovation und zeitgenössische Kreativität – ein Zugang, der Automobilthemen oft fruchtbarer macht als reine Produktshows.
In Summe spiegelte Alfa Romeos Präsenz zur Miami Art Week das klare Bestreben wider, Tradition, aktuelle Modelle und künstlerische Zusammenarbeit zu verknüpfen – in einem Umfeld, in dem die kulturelle Aufmerksamkeit weltweit ihren Höhepunkt erreicht. Diese Strategie betont den Kurs der Marke hin zu Kontexten, in denen Design und Identität im Dialog mit moderner Kunst ausgelotet werden, und führt die Erzählung über klassische Automobilbühnen hinaus – schlüssig und mit erkennbarem Profil.
Mark Havelin
2025, Dez 16 05:37