East African Safari Classic: Jeff Zwart und Alex Gelsomino auf Platz 17 im Porsche 911

Jeff Zwart meistert Safari Classic Rallye im Porsche 911
porsche.com

Mit 70 Jahren meistert Jeff Zwart die East African Safari Classic Rally: Platz 17 im Porsche 911 mit Co-Pilot Alex Gelsomino – Hitze, Schlamm, Ausdauer.

Mit 70 Jahren hat der US-Filmemacher und Rennfahrer Jeff Zwart eines der härtesten historischen Motorsportabenteuer beendet: die East African Safari Classic Rally. Zusammen mit Beifahrer Alex Gelsomino bewältigte er die neuntägige Kenia-Rallye in einem wettbewerbsfertig vorbereiteten klassischen Porsche 911 der F‑Baureihe und kam auf Gesamtrang 17 ins Ziel – ein Resultat, das ohne Zähigkeit nicht zu haben ist.

Die Safari Classic Rally gilt als echter Härtetest für Mensch und Maschine. Im Jahr 2025 umfasste die Veranstaltung 2.220 Wertungskilometer über einige der anspruchsvollsten Pisten Ostafrikas – mit großer Hitze, Schlamm, Staub, Wasserdurchfahrten und Wildtieren. Selbst nach Maßstäben von Marathon-Rallyes bleibt sie eines der erbarmungslosesten Events weltweit und knüpft damit an den Ruf an, den sie in den 1960er- und 1970er-Jahren erwarb.

Für Zwart war der Start ein sehr persönlicher Meilenstein. Schon als Schüler las er über die ursprüngliche East African Safari Rally, die damals als schwierigstes Automobilereignis der Welt galt. Über fünf Jahrzehnte später stand er schließlich in einem Auto derselben Ära am Start – einem frühen, luftgekühlten Porsche 911, der seit Langem mit afrikanischen Ausdauerfahrten verbunden ist. Authentischer lässt sich ein solcher Traum kaum einlösen.

Die Partnerschaft mit Alex Gelsomino verlieh dem Einsatz zusätzliches Gewicht. Gelsomino ist vor allem als früherer Co-Pilot von Ken Block bekannt und brachte reichlich Erfahrung in Extrembedingungen mit. Diese Routine erwies sich als entscheidend, als die Crew frühzeitig mit beschädigtem Fahrwerk zurechtkommen musste und gegen Ende ein Getriebeproblem auftrat, das sie zwang, einen Teil einer Prüfung im ersten Gang zu fahren. Solche Rückschläge kosten Zeit – und zeigen, worauf es bei dieser Rallye wirklich ankommt.

Porsche 911 (F‑Baureihe), Jeff Zwart, Alex Gelsomino, East African Safari Classic Rally, Kenia
Porsche 911 (F-series), Jeff Zwart, Alex Gelsomino, East African Safari Classic Rally, Kenya / porsche.com

Im Ziel im Mittelfeld anzukommen, unterstrich die Widerstandskraft der Besatzung ebenso wie die Robustheit des Autos. Mehr als die Hälfte des Starterfelds bestand aus klassischen Porsche 911, und der Gesamtsieg ging erneut an ein Team im selben Modell – ein weiterer Beleg dafür, wie konkurrenzfähig der 911 auch Jahrzehnte nach seinem Debüt geblieben ist.

Die Safari Classic Rally bleibt eine seltene Herausforderung, in der mechanische Einfachheit, akribische Vorbereitung und menschliche Ausdauer mehr zählen als moderne Elektronik. Zwarts Teilnahme zeigt, dass historischer Rallyesport heute nicht nur Vergangenheit bewahrt, sondern sich bewusst einer der härtesten Wettbewerbsumgebungen stellt, die der internationale Motorsport noch kennt.

Mark Havelin

2025, Dez 17 23:35