Toyoda Gosei kündigt umfassende Neuordnung an: CDXO, gestärkte F&E und Führungskräfteentwicklung

Toyoda Gosei ordnet Management neu: CDXO und F&E-Fokus
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Toyoda Gosei stellt Management und Organisationsstruktur neu auf: neuer CDXO, fokussierte F&E, integrierte Kernbereiche und Leadershipprogramm für stabile Lieferketten

Toyoda Gosei hat ein umfassendes Paket an Änderungen bei Managementverantwortlichkeiten, Organisationsstruktur und Personal angekündigt. Das neue Rahmenwerk tritt am 1. Januar 2026 in Kraft. Die Beschlüsse reichen von Anpassungen im Top-Management bis zu einer breiteren Neuordnung zentraler Zentraleinheiten und Steuerungsfunktionen.

Ein zentrales Element ist die Einführung einer neuen C-Level-Rolle, des Chief Digital Transformation Officer, die Tetsuya Ogata übernimmt. Nach Unternehmensangaben verantwortet der CDXO sowohl die Digitalisierungsinitiativen als auch den stabilen Betrieb der Informationssysteme. Dieser kombinierte Auftrag deutet darauf hin, dass digitale Governance als Grundlage für geschäftliche Stabilität verstanden wird – weniger als isoliertes Technikprojekt. Das wirkt pragmatisch, weil es Transformation und Betriebssicherheit unter einem Dach bündelt.

Zugleich stellt das Unternehmen seine Research and Development Headquarters neu auf, mit stärkerem Fokus auf fortgeschrittene Entwicklung für künftige Märkte und Produkte. Neue Bereiche für Spitzenforschung und Materialentwicklung entstehen, bestehende Einheiten werden neu organisiert oder aufgelöst. Die Managementfunktionen innerhalb der F&E werden verstärkt. Zudem wechseln ausgewählte Entwicklungs- und Elektronikbereiche in die Automotive Business Management Headquarters, um die Verbindung zwischen Entwicklung und Serienfertigung enger zu knüpfen. Das könnte die Brücke vom Labor in die Produktion verkürzen und Reibungsverluste mindern.

Weitere Änderungen betreffen die FC and WS Business Headquarters, wo Produktionsengineering und Entwicklungsfunktionen in den gummibezogenen Kerngeschäften gebündelt werden. Durch die Integration zuvor getrennter Einheiten will Toyoda Gosei Effizienz, Wissensaustausch und Abstimmung in diesen grundlegenden Produktbereichen verbessern – ein naheliegender Schritt in einem Segment, das zwar selten im Rampenlicht steht, aber das Portfolio stützt.

Parallel richtet das Unternehmen als direkt geführte Organisation ein Group & Partners Executive Leadership Development Department ein. Dessen Rolle geht über die interne Nachfolgeplanung hinaus und umfasst die Entwicklung von Führungskräftenachwuchs im gesamten Toyoda-Gosei-Verbund und seiner Lieferkette, die Weitergabe von Management-Expertise sowie Beiträge zum nachhaltigen Wachstum der Branchen, die die japanische Fertigung unterstützen. Für ein Leadership-Programm ist das ein ungewöhnlich breiter Anspruch – aber einer, der entlang der Lieferkette Wirkung entfalten kann.

In der Summe zeichnen die Maßnahmen das Bild einer langfristig angelegten Strategie mit Fokus auf Resilienz und Kontinuität. Mit straffer digitaler Aufsicht, einem klarer strukturierten F&E-Rahmen und systematischer Führungskräfteentwicklung stärkt Toyoda Gosei offenbar seine Fähigkeit, Automobilhersteller – darunter auch Toyota – in einem zunehmend komplexen globalen Branchenumfeld zu unterstützen. Das wirkt wie ein klares Signal: Wandel ja, aber ohne die betriebliche Verlässlichkeit aus dem Blick zu verlieren.

Mark Havelin

2025, Dez 31 20:57