Hyundai Sonata N Line (2026) im Test: 290 PS, Komfort und Alltagstauglichkeit
Test des Hyundai Sonata N Line 2026: 290 PS, DCT und 0-60 mph in 5,4 s. Design, Innenraum, Fahrwerk und Alltagstauglichkeit im Check - sportlich, fair bepreist
Der Hyundai Sonata ist seit Jahren eine feste Größe unter den Mittelklasse-Limousinen, doch als N Line verlässt er die Rolle des braven Familienautos. Zum Modelljahr 2026 verbindet der Sonata N Line Leistung, Komfort und einen attraktiven Preis so stimmig, wie man es in Zeiten schwindender Sportlimousinen nur noch selten erlebt.
Unter der Haube arbeitet ein 2,5-Liter-Turbovierzylinder mit 290 PS und 311 lb-ft Drehmoment. Die Kraft geht über ein achtstufiges Doppelkupplungsgetriebe an die Vorderräder. Der Sprint von 0 auf 60 mph liegt bei rund 5,4 Sekunden – damit zählt der Sonata N Line in seiner Preisklasse zu den flinkeren Angeboten.
Optisch grenzt sich die N Line klar von den Standardmodellen ab. Eine aggressiver gezeichnete Front mit funktionalen Lufteinlässen, 19-Zoll-Räder, schwarze Kontrastelemente und dezente N-Line-Embleme sorgen für Sportlichkeit ohne Krawall. Am Heck unterstreichen eine Diffusor-anmutende Schürze und vier Endrohre den Leistungsanspruch.
Im Innenraum setzt sich der Ton fort. Weiche Oberflächen, Alcantara-Einsätze und rote Kontrastnähte verleihen dem Cockpit eine sportlich-edle Note. Die Vordersitze sind stark konturiert, elektrisch einstellbar und beheizbar. Zwei 12-Zoll-Displays für Instrumente und Infotainment treten als Einheit auf, während zweifach verglaste Frontscheiben die Geräuschkulisse bei Autobahntempo spürbar senken.
Trotz sportlicher Ausrichtung bleibt der Sonata N Line ein alltagstauglicher Vertreter der Mittelklasse. Im Fond gibt es großzügige Beinfreiheit, separate Luftausströmer und USB-Anschlüsse. Der Kofferraum fasst rund 14 Kubikfuß; klappbare Rücksitzlehnen schaffen bei Bedarf zusätzlichen Stauraum.
Auf der Straße zeigt er eine ausgewogene Persönlichkeit. Im Normalmodus wirkt er gelassen und bequem, die Lenkung bleibt leicht, das Fahrwerk nachgiebig. In Sport reagieren Gas und Getriebe spontaner, die Lenkung legt an Gewicht zu. Ohne Sperrdifferenzial und auf Ganzjahresreifen wird bei vehementem Beschleunigen allerdings die Traktion zum limitierenden Faktor.
In Summe präsentiert sich der Hyundai Sonata N Line des Modelljahres 2026 als selten gewordene Versuchung: schnell, gut ausgestattet und vergleichsweise erschwinglich. Er drängt nicht auf die Rennstrecke, doch die Mischung aus Tempo, Platz und Alltagstauglichkeit macht ihn in der schrumpfenden Mittelklasse-Landschaft zu einer überaus stimmigen Wahl.
Ethan Rowden
2026, Jan 05 22:40