Škoda Vision O: Elektro-Kombi-Studie fährt auf echten Straßen
Škoda Vision O zeigt den Elektro-Kombi von morgen: Aerodynamik, Horizon Display, KI-Assistent Laura, nachhaltige Materialien und 650 Liter Kofferraum.
Škoda hat mit dem Vision O Konzept etwas Ungewohntes getan: Statt es nur auf einem Messestand zu zeigen, hat die Marke es auf echte Straßen geschickt. In Bewegung wirkt der Wagen weniger wie eine Studie und eher wie eine glaubhafte Vorahnung, wohin einer der wichtigsten Bereiche der Marke – der Kombi – sich entwickeln könnte.
Das ist mehr als eine Stilübung. Kombi-Modelle prägen seit Jahren die Identität von Škoda, Millionen wurden verkauft, und der Vision O knüpft sichtbar an dieses Erbe an. Die Außenhaut setzt auf klare Flächen und stimmige Proportionen, betont von einer dynamisch abfallenden Dachlinie und dem neuen Tech‑Loop‑Frontdesign. Reduktion hat hier einen Zweck: Die Aerodynamik steht im Zentrum des Konzepts.
Im Innenraum gilt dieselbe Philosophie aus Klarheit und Nutzwert. Ein horizontal verlaufendes Horizon Display zieht sich am unteren Rand der Windschutzscheibe entlang und bildet eine neue Interaktionsebene, die digitale Anzeigen mit Touchflächen und physischen Bedienelementen verbindet. Ergänzt wird das System durch Laura, den KI‑gestützten Sprachassistenten von Škoda, der als fester Bestandteil des Nutzererlebnisses gedacht ist. Platz bleibt das prägende Thema: Die Kabine taugt für Familienreisen ebenso wie für den Business‑Alltag, das Gepäckabteil fasst mehr als 650 Liter.
Ebenso wichtig ist, wie sich der Vision O auf der Straße benimmt. Vorgestellt wird er als leises, sanft abrollendes Elektroauto, das Komfort über Zahlen stellt. Škoda verzichtet bewusst darauf, technische Daten zum Antrieb zu veröffentlichen – ein deutlicher Hinweis darauf, dass es hier um eine konzeptionelle Erkundung geht, nicht um ein Vorserienversprechen.
Nachhaltigkeit ist spürbar ins Projekt eingewoben. Der Innenraum nutzt recycelte und upgecycelte Materialien, darunter NABORE‑Bodenbelag aus wiederverwerteten Lederresten sowie markante, 3D‑gedruckte Kopfstützen. Die Innenraumbeleuchtung passt sich natürlichen Lichtzyklen an und verstärkt das offene, ruhige Raumgefühl.
Eine direkte Bestätigung für die Serie liefert der Vision O nicht, die Botschaft ist dennoch eindeutig: Auch im Elektrozeitalter hat der Kombi seinen Platz – wenn er Raumangebot, durchdachte Technik und ein emotionales, zugleich zurückhaltendes Design zusammenbringt.
Mark Havelin
2026, Jan 06 12:12