BMW iX3 auf der CES 2026: Technik-Leitbild der Neuen Klasse
Der neue BMW iX3 zeigt auf der CES 2026 die Neue Klasse: 800-Volt eDrive Gen6, bis 805 km WLTP, bidirektionales Laden, Alexa+ im iDrive X und Highway Assistant.
Der neue BMW iX3 rückt auf der CES 2026 ins Zentrum und dient der BMW Group als Hauptschaufenster für eine neue Technologiegeneration, die die kommende Neue Klasse prägen soll. Als erstes Serienmodell dieser Plattform zeigt der iX3, wie sich BMW das künftige Zusammenspiel von Fahrer, Fahrzeug und digitalen Systemen vorstellt. Der Auftritt wirkt wie ein klares Statement.
Ein Schwerpunkt der Präsentation ist die nächste Ausbaustufe des BMW Intelligent Personal Assistant, nun erweitert um Amazon Alexa+. Nach Angaben von BMW soll diese Verknüpfung natürlichere, intuitivere Gespräche ermöglichen, bei denen sich Fahrzeugbefehle und weitergehende Informationsanfragen in einer Interaktion verbinden. Das unterstreicht die Ausrichtung auf softwaredefinierte Fahrzeuge, deren digitale Fähigkeiten stetig wachsen – ein Ansatz, der zur Logik einer Plattform passt, die über Updates reift.
Die Interaktion im iX3 baut auf dem neuen BMW Panoramic iDrive mit BMW Operating System X auf. Das System verzahnt digitale Anzeigen mit physischen Bedienelementen und hält am Grundprinzip fest, die Hände am Lenkrad und die Augen auf der Straße zu lassen. BMW positioniert diese Interface-Architektur als Basis künftiger Modelle im gesamten Portfolio. Die Mischung aus Bildschirm und greifbarer Bedienung wirkt wohldosiert.
Auch die technische Basis markiert einen großen Sprung: Der iX3 führt die sechste Generation der BMW eDrive Technologie ein, mit 800-Volt-Architektur und einem neu entwickelten Hochvoltbatteriekonzept auf Basis zylindrischer Zellen. Der Akku ist als tragendes Strukturelement ins Fahrzeug integriert, was Effizienz und Gewicht zugutekommen soll. BMW gibt eine WLTP-Reichweite von bis zu 805 Kilometern an – eine Ansage, die die Messlatte hochlegt.
Beim Laden setzt der iX3 auf High-Power-Gleichstrom und bringt umfangreiche bidirektionale Funktionen mit. Dazu zählen Vehicle-to-Load, Vehicle-to-Home und Vehicle-to-Grid. Damit wird das Fahrzeug nicht nur zum Fortbewegungsmittel, sondern auch zu einer flexiblen Energiequelle – ein Mehrwert, der den Alltag spürbar erweitern kann.
Für die Fahrdynamik ist eine neue Hochleistungs-Steuereinheit namens Heart of Joy zuständig. Sie koordiniert Antrieb, Bremsen, Rekuperation und Lenkfunktionen und verarbeitet Daten wesentlich schneller als konventionelle Steuergeräte. In Kombination mit BMW Dynamic Performance Control ist das System darauf ausgelegt, Präzision, Stabilität und Effizienz im Alltag zu schärfen. Das klingt nach feiner Abstimmung statt bloßer Effektshow.
Auch die Fahrerassistenz zeichnet die technologische Richtung vor. Mit BMW Symbiotic Drive sollen Fahrereingaben nahtlos mit elektronischer Unterstützung verschmelzen, während der optionale Highway Assistant freihändiges Fahren auf Autobahnen bis 130 km/h ermöglicht, sofern der Mensch aufmerksam bleibt und jederzeit eingreifen kann. Die Freigabe bis 130 km/h wirkt selbstbewusst, bleibt aber verantwortungsvoll eingerahmt.
Unterm Strich zeigt der iX3 auf der CES 2026 mehr als ein neues Elektro-SUV: Er dient als technischer Bauplan für die Zukunft von BMW. Das Unternehmen plant, die Technologien der Neuen Klasse bis 2027 in rund 40 neuen und überarbeiteten Modellen auszurollen – ein Fahrplan, der die Richtung klar absteckt.
Mark Havelin
2026, Jan 06 23:50