Hyundai Kona Electric im Test: Innenraum, Komfort und Rekuperation im Alltag

Hyundai Kona Electric im Test: praktischer E-Crossover
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Wie gut ist der Hyundai Kona Electric im Alltag? Test zu Innenraum, Komfort, Rekuperation, Assistenzsystemen, Infotainment sowie Reichweite und Fahrverhalten.

Der Hyundai Kona Electric zeigt, wie ein kompakter Elektro-Crossover Praktikabilität, durchdachtes Design und einen gelassenen, vertrauenerweckenden Charakter in Einklang bringen kann. Er will nicht schockieren oder den Alltag neu erfinden. Stattdessen konzentriert er sich darauf, die Basics sauber zu beherrschen.

Gleich beim Einsteigen wirkt der Innenraum einladend und überraschend feinsinnig. Farbkombinationen, die auf dem Papier gewagt erscheinen, funktionieren in der Praxis überzeugend. Die Materialien wirken modern und alltagstauglich und vermeiden die billig wirkende Schlichtheit, die günstigen Autos früher oft nachhing. Die Gestaltung setzt klar auf Bedienfreundlichkeit: eine offene Mittelkonsole, sinnvoll platzierte Ablagen, kabelloses Laden fürs Smartphone und übersichtlich angeordnete Anschlüsse.

Hyundai Kona Electric
Hyundai Kona Electric / hyundainews.com

Der Sitzkomfort fällt positiv auf. Vorn gibt es soliden Seitenhalt, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken, hinten erfreulich viel Bein- und Kopffreiheit für diese Klasse. Ein durchgehend ebener Boden steigert den Komfort, und die verstellbare Neigung der Rücksitzlehne bringt eine Flexibilität mit, die im Segment der Subkompakt-SUV noch nicht selbstverständlich ist. Der Gepäckraum bleibt konkurrenzfähig, unterstützt von einem variablen Ladeboden und einem nutzbaren Fach darunter.

Hyundai Kona Electric
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Die Sicherheitsausstattung ist in der gesamten Baureihe umfangreich. Ein komplettes Paket aktiver Assistenzsysteme ist serienmäßig an Bord, ergänzt durch sechs Airbags. Auch wenn Bewertungen je nach Prüforganisation variieren, bleibt der Eindruck, dass der Kona Electric mit klarer Priorität auf Schutz konstruiert wurde.

Auf der Straße bügelt die Elektroversion einige kleinere Punkte aus, die beim Benziner auffielen. Die Beschleunigung ist unmittelbar und geschmeidig, besonders aus dem Stand, und die Kraftentfaltung wirkt sorgfältig abgestimmt. Alle Varianten fahren mit Vorderradantrieb; das Drehmoment wird so moderiert, dass keine unerwünschten Lenkeinflüsse auftreten. Das Ergebnis ist ein berechenbares, leicht kontrollierbares Fahrverhalten. Das Fahrwerk setzt eher auf Komfort als auf Sport – eine gelungene Wahl für den Alltag.

Hyundai Kona Electric
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Rekuperation gehört zu den Highlights. In der höchsten Stufe ermöglicht das System echtes One-Pedal-Fahren und bringt das Auto sanft und präzise zum Stillstand. Der Übergang wirkt natürlicher und kontrollierter als beim konventionellen Bremsen – ein Detail, das den insgesamt hochwertigen Eindruck stützt.

Das Infotainmentsystem verzichtet auf unnötige Komplexität. Zwei 12,3-Zoll-Displays, große Symbole und eine Mischung aus physischen Tasten und Touch-Bedienung machen die Interaktion unkompliziert. Für ein vergleichsweise erschwingliches E-Auto wirkt die Präsentation bemerkenswert reif und sorgfältig durchdacht.

Hyundai Kona Electric
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Unterm Strich löst der Kona Electric sein Kernversprechen ein. Er bietet bequem Platz für fünf Erwachsene, einen praktischen Kofferraum und – in den über der Basis liegenden Versionen – eine ausreichend alltagstaugliche Reichweite. Vor allem aber fährt er sich wie ein ganz normales Auto, ohne den Fahrer mit Eigenheiten reiner Elektro-Konzepte zu beschäftigen. Für viele Einsatzprofile ist genau das der Grund, warum er sich nahtlos in den Alltag fügt.

Ethan Rowden

2026, Jan 07 07:32