Citroën auf dem Autosalon Brüssel 2026: ELO-Weltpremiere, neuer C5 Aircross und Formel-E-Start
Citroën zeigt auf dem Autosalon Brüssel 2026 die ELO-Weltpremiere, den C5 Aircross (Hybrid, PHEV, Elektro), den Ami Dark Side und den Einstieg in die Formel E.
Citroën nutzt den Brüsseler Autosalon 2026 als Bühne für eine umfassende Erneuerung der Marke: Serienmodelle, Zukunftskonzepte und neue Motorsport-Ambitionen treten gemeinsam auf. Der für das Publikum ab 9. Januar geöffnete Stand kreist um eine Idee, die Citroën in den kommenden Jahren ins Zentrum rücken will: Mobilität, die zugänglich, clever und emotional ist. Der Auftritt wirkt wie ein bewusst gesetztes Statement.
Im Mittelpunkt steht der Citroën ELO, der in Brüssel seine Weltpremiere feiert. Der 4,10 Meter lange, vollelektrische Entwurf versteht sich als Ideenlabor, das veränderte Lebensstile und neue Nutzungsformen des Autos aufgreift. ELO bietet einen ungewöhnlich wandelbaren Innenraum: Das seriennahe Viersitz-Layout lässt sich so umstellen, dass bis zu sechs Personen Platz finden, oder je nach Bedarf in eine Umgebung für Entspannung, Arbeit oder Freizeit verwandeln. Entwickelt mit innovativen Materialien und in Zusammenarbeit mit Goodyear und Decathlon, unterstreicht das Konzept eine Haltung, bei der sich das Fahrzeug dem Menschen anpasst und nicht umgekehrt. Das wirkt in sich schlüssig und alltagstauglich gedacht.
Parallel dazu zeigt Citroën den neuen C5 Aircross, neu positioniert als Aushängeschild der Marke im C-SUV-Segment. Das Modell kombiniert ein selbstbewussteres Design mit einer breiten Palette elektrifizierter Antriebe. Hervorgehoben werden Hybridvarianten mit einer Gesamtreichweite von bis zu 950 km, ein Plug-in-Hybrid mit mehr als 100 km elektrischer Stadtreichweite und nahezu 1.100 km kombiniert sowie eine rein elektrische Ausführung mit bis zu 520 km Reichweite. Innen richtet sich der Fokus auf Komfort, digitale Bedienoberflächen und aktuelle Assistenzsysteme. Die genannten Werte lesen sich ambitioniert, fügen sich aber stimmig in das Profil des Fahrzeugs.
Auf dem Stand steht außerdem der Citroën Ami Dark Side, eine neue Interpretation des elektrischen Mikromobils, das zu den Wiedererkennungszeichen der Marke geworden ist. Matt lackiert in Black Night und mit kontrastierenden grafischen Details tritt die Dark-Side-Edition frecher auf, bleibt aber dem Ami-Prinzip aus Kompaktheit, Einfachheit und Erreichbarkeit treu. Der Bestellstart ist für die Halloween-Nacht vorgesehen, die ersten Auslieferungen sind für Januar 2026 geplant. Ein Angebot, das vor allem urban orientierte Kunden ansprechen dürfte.
Den erneuerten Schwung unterstreicht auch der Einstieg in die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft. Ein Monoposto in französischer Trikolore-Lackierung steht am Stand und markiert den Schritt in den vollelektrischen Rundstreckensport. Das Debüt hat bereits Zählbares geliefert: Nick Cassidy holte beim Saisonauftakt in São Paulo den dritten Platz. Die Formel E dient zugleich als sportliche Bewährungsprobe und als Technologiebühne, deren Erfahrungen in Citroëns elektrische Straßenmodelle zurückfließen sollen. Das fügt sich schlüssig in die Elektro-Agenda der Marke.
Die Pressekonferenz der Marke findet am 9. Januar um 9:40 Uhr direkt auf dem Stand statt, mit Citroën-CEO Xavier Chardon und Designdirektor Pierre Leclercq. Zusammengenommen zeichnen die in Brüssel gezeigten Modelle und Projekte eine klare Richtung: praktische Lösungen, elektrische Innovation und ausdrucksstarkes Design über alle Stufen der Mobilität, vom Microcar über Konzepte bis hin zum Motorsport. Das Gesamtbild wirkt geschlossen und zielgerichtet.
Mark Havelin
2026, Jan 10 23:45