Citroën macht den ë-C3 zum günstigsten Elektroauto in Spanien

Citroën senkt Preis des ë-C3: Günstigstes Elektroauto in Spanien
Andra Febrian, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Citroën senkt den Preis des ë-C3 auf 11.550 Euro, indem es staatliche Förderungen vorab abzieht. Erfahren Sie mehr über diese Strategie und das Angebot.

Citroën hat mit einem mutigen Schritt den spanischen Elektroauto-Markt aufgemischt. Noch bevor das neue staatliche Förderprogramm Auto+ endgültig beschlossen ist, senkt der Hersteller den Preis seines günstigsten E-Autos, des ë-C3. Die Einstiegsversion You 200 ist nun für 11.550 bis 11.700 Euro erhältlich und damit das preiswerteste Elektroauto, das derzeit in Spanien angeboten wird.

Wie kommt Citroën auf diese Summe? Das Unternehmen übernimmt das Risiko künftiger staatlicher Zuschüsse selbst, indem es die erwarteten Fördergelder bereits im Voraus abzieht. Es rechnet 4.500 Euro aus dem erwarteten Auto+-Programm vorab ab und schlägt weitere 900 Euro über das CAE-Programm (Certificados de Ahorro Energético) hinzu. Auf der Website von Citroën ist der ë-C3 mit einem Ursprungspreis von 21.200 Euro ausgewiesen. Das bedeutet, dass rund 10.000 Euro durch eine Kombination aus Herstellerrabatten und der Vorab-Anrechnung künftiger Förderungen wegfallen.

Dieses Angebot gilt ausschließlich für Kunden, die den Kauf finanzieren, und ist zeitlich begrenzt: Die Finanzierung muss bis zum 28. Februar 2026 abgeschlossen sein. Der beworbene Preis beinhaltet keine zusätzlichen Kosten wie Auslieferungsvorbereitung oder Zulassungsgebühren.

Diese Strategie zielt direkt auf eines der größten Hindernisse für E-Auto-Käufer in Spanien ab: die Unsicherheit. Viele potenzielle Kunden haben ihren Kauf verschoben, während sie darauf warteten, wann Auto+ offiziell startet und wie hoch die Förderung letztlich ausfallen wird. Indem Citroën erwartete Subventionen in einen sofortigen Rabatt umwandelt, beseitigt der Hersteller diese Zögerlichkeit und setzt eine klare, konkrete Zahl auf das Preisschild.

Konkurrenten verfolgen ähnliche Taktiken. Der BYD Dolphin Surf wird beispielsweise ab 12.955 Euro angeboten, wobei ein Teil des Rabatts darauf zurückzuführen ist, dass der Hersteller reduzierte Fördersätze aufgrund der Herkunft des Modells ausgleichen muss.

Der ë-C3 selbst wird mit zwei Batterieoptionen verkauft. Die kleinere Version verfügt über einen 30-kWh-Akku, der eine WLTP-Reichweite von 204 Kilometern ermöglicht, während die größere Version mit einer 44-kWh-Batterie ausgestattet ist, die für 315 Kilometer WLTP ausgelegt ist. Beide Varianten werden von einem Elektromotor mit 83 kW angetrieben.

Produktionsdetails spielen in dieser Geschichte ebenfalls eine entscheidende Rolle. Der ë-C3 wird in der Slowakei montiert, und seine Batteriemodule werden vor Ort gefertigt. Das hilft dem Modell, die volle Auto+-Förderung zu erhalten. Da der Wettbewerb im europäischen Niedrigpreissegment für E-Autos zunimmt, könnten Faktoren wie der Montageort und die Förderfähigkeit genauso wichtig werden wie Reichweite oder Leistung.

Wenn Auto+ reibungslos und ohne Verzögerungen umgesetzt wird, könnte der spanische E-Auto-Markt in den kommenden Monaten einen spürbaren Schub erhalten. Doch bereits bevor das Programm vollständig in Kraft tritt, steht eines fest: Die Hersteller sind nicht länger bereit, auf die offizielle Genehmigung zu warten. Citroëns Preispolitik in Spanien ist ein markantes Beispiel für diesen Wandel.

Allen Garwin

2026, Feb 19 19:32