Porsche 911 Dakar: Offroad-Premiere bei der Rally dos Sertões

Porsche 911 Dakar feiert Premiere bei Rally dos Sertões in Brasilien
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Der Porsche 911 Dakar hat seine Premiere bei der Rally dos Sertões in Brasilien gefeiert. Erfahren Sie mehr über das Offroad-Abenteuer des Sportwagens in Südamerika.

Der Porsche 911 Dakar hat bei der Rally dos Sertões, einem der anspruchsvollsten Offroad-Ausdauerwettbewerbe Südamerikas, seine Premiere gefeiert. Für einen Wagen, der so eng mit Asphalt und Rennstrecken verbunden ist, hätte die Kulisse kaum extremer sein können: eine brasilianische Rallye Raid, die seit 1993 ausgetragen wird und traditionell von Motorrädern, Buggys, Quads und UTVs dominiert wird.

Genau dieser Kontrast macht die Geschichte aber erst so bemerkenswert. Die brasilianischen Enthusiasten Susele und Fredy Piotto Vogt starteten mit einem 911 Dakar und waren damit das erste Team, das einen Porsche zum Sertões brachte. Sie gingen in der Expedition-Kategorie an den Start, einem Parallelformat, das neben dem offiziellen Rennen läuft, aber nicht in die Hauptwertung einfließt.

Für die Familie Piotto Vogt ging es nicht einfach nur darum, an einem Event teilzunehmen, sondern darum, daraus ein echtes Abenteuer zu machen. Sie verließen ihre Heimatstadt Campo Largo, fuhren fast 1.200 Kilometer zum Start in Goiânia, absolvierten die Rallyestrecke und kehrten nach dem Zieleinlauf mit denselben Autos wieder nach Hause zurück.

Insgesamt erstreckte sich die Reise über zwei Wochen auf 7.440 Kilometer. Die Rallye selbst umfasste 3.482 Kilometer, davon 2.215 Kilometer Wertungsprüfungen. Die Ausgabe 2025 führte die Teilnehmer durch fünf brasilianische Bundesstaaten und endete im Küstenbereich von Marechal Deodoro in Alagoas.

Die Wahl des 911 Dakar erwies sich als mehr als nur eine mutige Ansage. Porsche entwickelte das Modell als limitierte Offroad-Version seines ikonischen Sportwagens, die eine Bodenfreiheit von 161 Millimetern und ein integriertes Lift-System bietet, das den Wagen um weitere 30 Millimeter anheben kann – auf bis zu 191 Millimeter. Spezielle Fahrmodi wurden gezielt für lockeren Schotter und Sand konzipiert, während die Höchstgeschwindigkeit aufgrund der Geländereifen auf 240 km/h begrenzt ist.

Vor diesem Hintergrund wirkt die Sertões-Herausforderung wie eine natürliche Bühne für den Zweck des Wagens: Der 911 Dakar wurde gebaut, um die Grenze zwischen hochleistungsfähigem Straßenfahrverhalten und ernsthafter Offroad-Tauglichkeit zu verwischen, und Brasilien bot die seltene Gelegenheit, dieses Konzept unter realen Bedingungen zu beweisen.

Für Porsche ist dieser Auftritt mehr als nur eine spektakuläre Abenteuergeschichte. Er unterstreicht, dass offroad-orientierte Sportwagen jenseits ihres Images echte Fähigkeiten bieten können. Wenn ähnliche Projekte folgen, könnte das Interesse an dieser Nischenleistungsklasse weiter wachsen, insbesondere in Märkten, in denen Gelände und Klima mehr verlangen als traditionelle, straßenfokussierte Technik.

Mark Havelin

2026, Feb 20 15:32