Nissan präsentiert neue Heckklappe mit Viergelenk-Mechanismus

Nissans innovative Heckklappe: Mehr Platz beim Öffnen in der Stadt
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Nissan hat eine innovative Heckklappe patentiert, die nach oben und vorne schwingt, um Platzprobleme in engen Parkbereichen zu reduzieren. Erfahren Sie mehr über diese Technologie.

Nissan präsentiert eine innovative Idee für eine der vertrautesten SUV-Komponenten: die Heckklappe. In Patentanmeldungen, die in den USA und international eingereicht wurden, beschreibt das Unternehmen eine Heckklappenkonstruktion, die auf einem Mehrlenkermechanismus basiert – im Wesentlichen ein Viergelenkgetriebe – und die Öffnungsbahn grundlegend verändert.

Anders als bei der herkömmlichen Lösung, bei der die Heckklappe nach oben und hinten schwingt, bewegt sich dieses System zuerst nach oben und dann nach vorne. In der vollständig geöffneten Position liegt so mindestens ein Teil der Klappe über der Dachstruktur. Die Dokumentation nennt explizit das Ziel, Platzprobleme in engen Parkbereichen zu reduzieren und den Zugang zur Ladefläche in beengten Umgebungen zu verbessern.

Das Design verweist auf Bauteile, die als hinteres Glied, vorderes Glied, Ausleger und ein Haltebügel in der Dachstruktur bezeichnet werden. Diese Gelenkkonstruktion definiert den bogenförmigen Weg der Klappe zwischen geschlossener und geöffneter Stellung. In einer Variante könnte der Mechanismus auch einen Motor im hinteren Dachbereich integrieren, was auf eine mögliche Kompatibilität mit elektrischen Heckklappensystemen hindeutet.

Der zentrale Gedanke ist es, die rückwärtige Verlagerung beim Öffnen zu minimieren. Für SUV-Besitzer könnte das einen praktischeren Betrieb in dicht bebauten Städten bedeuten, wo eine herkömmliche Heckklappe viel Freiraum hinter dem Fahrzeug erfordert. Indem die Klappe in den Raum über dem Dach verlagert wird, schafft das Design effektiv Platz direkt hinter dem Auto.

Gleichzeitig bedeutet das Bewegungsprinzip – mit der teilweise oder vollständig über dem Dach positionierten Klappe –, dass die Dachzone Teil des funktionalen Bereichs des Mechanismus wird. Die Patentunterlagen geben keine quantitativen Angaben zu Zubehör oder Freiräumen, doch die beschriebene Bahn bindet das System klar an die Dachstruktur und ihre Befestigungspunkte.

Entscheidend ist auch der Entwicklungsstatus. Patentveröffentlichungen und erteilte Patente dokumentieren und schützen ein technisches Konzept, garantieren aber nicht dessen Einführung in Serienfahrzeuge. Dennoch zeigt die Entwicklung einer solchen Lösung, wie Nissan auch lang etablierte Designelemente im Automobilbau neu zu denken versucht.

Allen Garwin

2026, Feb 22 20:12