Škodas Motorsport-Geschichte: Von 1901 bis heute

Škoda Motorsport: 125 Jahre Geschichte und Erfolge im Rennsport
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Entdecken Sie Škodas 125-jährige Motorsport-Historie, von den Anfängen 1901 bis zu modernen Rallye-Erfolgen und wie Rennsport die Serienmodelle prägte.

Für Škoda sind 125 Jahre Motorsport kein symbolisches Jubiläum, sondern eine kontinuierliche Entwicklungslinie, die lange vor den modernen Weltmeisterschaften begann. Die Geschichte reicht bis ins Jahr 1901 zurück, als Werksfahrer Narcis Podsednicek mit einer Laurin & Klement Slavia B Motorrad das anspruchsvolle Rennen Paris–Berlin über rund 1.200 Kilometer bestritt. Er erreichte zwar das Ziel in Berlin, wurde jedoch nicht offiziell als Sieger gewertet. Dennoch gilt das Ereignis weithin als symbolischer Startpunkt der Motorsportgeschichte der Marke.

Nur wenige Jahre später war der Wettbewerb mehr als nur ein technischer Test. Im Mai 1906 nahm Laurin & Klement an der vom Österreichischen Automobilclub organisierten Ausdauerfahrt Wien–Graz–Wien teil und setzte leichte Voiturette-Fahrzeuge ein. Für den jungen Hersteller bedeutete dies einen wichtigen Schritt in den organisierten Automobilsport und trug dazu bei, seinen Namen über den heimischen Markt hinaus bekannt zu machen.

1936 erzielte Škoda beim Rallye Monte-Carlo ein bemerkenswertes Ergebnis: Die Besatzung Zdenek Pohl und Jaroslav Hausman belegte mit einem Škoda Popular Sport den zweiten Platz in der Klasse bis 1.500 cm³. Die Wirkung ging über die Rallye-Strecken hinaus: Bald darauf folgte das straßenzugelassene Škoda Popular Monte Carlo, das als Roadster und Coupé angeboten wurde. Der Motorsporterfolg prägte bereits damals die Serienmodelle.

Diese Verbindung verstärkte sich 1961, als das finnische Duo Esko Kainanen und Rainer Eklund mit einem Škoda Octavia Touring Sport in Monte Carlo die Klassenwertung gewann und insgesamt Sechster wurde. Solche Leistungen legten den Grundstein für die Kundensportprogramme der Marke, die in den folgenden Jahrzehnten zu einem Kernbereich von Škoda Motorsport werden sollten.

In den 1970er-Jahren entstand eines der ikonischsten Wettbewerbsfahrzeuge der Marke, der Škoda 130 RS. Bei der Rallye Monte Carlo 1977 sicherten sich zwei 130 RS-Besatzungen den ersten und zweiten Platz in der Kategorie bis 1.300 cm³ – ein Klassensieg, der in die Unternehmensgeschichte einging. Die Bezeichnung RS, die für Rally Sport steht, wurde dauerhaft Teil der sportlichen Identität von Škoda und fand später auch in Serienmodellen Verwendung.

1994 holte Škoda seinen ersten großen Weltmeistertitel in der FIA-Formel-2-Kategorie für Fahrzeuge mit einem angetriebenen Achsantrieb und Motoren bis zwei Liter Hubraum. Der 1,3-Liter-Škoda Favorit triumphierte in der Meisterschaft und unterstrich, wie Leichtbau und Effizienz einen Leistungsnachteil ausgleichen können.

Ende der 1990er- und Anfang der 2000er-Jahre festigte die Marke ihre globale Rallye-Präsenz. 1996 steuerte Stig Blomqvist einen Škoda Felicia Kit Car beim RAC Rally auf den dritten Gesamtrang. Fünf Jahre später brachte Armin Schwarz den Octavia WRC bei der anspruchsvollen Safari Rally in Kenia als Dritter ins Ziel. 2005 lag Colin McRae mit dem Fabia WRC bei der Rallye Australien auf dem dritten Platz, musste jedoch kurz vor dem Ziel aufgrund technischer Probleme aufgeben. Jan Kopecky erreichte 2006 bei der Rallye Katalonien einen fünften Gesamtrang – eines der besten Ergebnisse des Fabia WRC.

Ab 2009, beginnend mit dem Fabia S2000, konzentrierte sich Škoda verstärkt auf Kategorien, die für Privatteams zugänglich sind. Dieser Weg mündete später in die Rally2-Ära. Andreas Mikkelsen sicherte sich die WRC2-Titel 2021 und 2023, und 2026 markierte die Marke 125 Jahre Motorsport mit einem speziellen Jubiläumspaket für den Fabia RS Rally2.

Über mehr als ein Jahrhundert hinweg diente der Wettbewerb als Labor für die technischen Ambitionen von Škoda. Vom Slavia B Motorrad bis zum Fabia RS Rally2 hat der Motorsport kontinuierlich die Entwicklung der Straßenfahrzeuge beeinflusst. Angesichts des anhaltenden Engagements der Marke in kundenorientierten Rallye-Kategorien scheint diese Verbindung auch in Zukunft ein prägendes Element ihrer Strategie zu bleiben.

Mark Havelin

2026, Feb 24 05:41