Ford ruft 412.774 Explorer-SUVs in den USA wegen Spurstab-Defekt zurück

Ford Explorer Rückruf: Spurstab-Defekt betrifft 412.774 SUVs in den USA
Kevauto, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ford ruft 412.774 Explorer-SUVs der Baujahre 2017-2019 in den USA zurück, da ein Spurstab-Defekt die Fahrzeugkontrolle gefährden kann. Erfahren Sie Details zu Risiken und Reparatur.

Ford ruft in den USA rund 412.774 Explorer-SUVs der Baujahre 2017 bis 2019 zurück. Grund ist ein Bauteil der Hinterachse, der sogenannte Spurstab, der für die korrekte Radstellung verantwortlich ist. Laut Behörden könnte ein Bruch dieses Teils während der Fahrt die Kontrolle über das Fahrzeug gefährden.

Berichte beschreiben, dass ein defekter Spurstab klappernde Geräusche, instabiles Fahrverhalten und sichtbare Veränderungen der Radstellung verursachen kann. Bei einem vollständigen Bruch könnte sich das Fahrverhalten bei höheren Geschwindigkeiten oder in Kurven verschlechtern. Trotz des Sicherheitsrisikos wurde kein Fahrverbot für die betroffenen Fahrzeuge ausgesprochen.

Die Rückrufentscheidung folgte auf 26 Meldungen über gebrochene Bauteile und mindestens zwei Unfälle. Laut Ford sind keine Verletzungen im Zusammenhang mit dem Defekt bekannt. Öffentliche Unterlagen nennen keine bestätigte Ursache für die Schäden.

Händler werden angewiesen, die betroffenen Hinterachsbauteile kostenlos durch eine überarbeitete Version zu ersetzen. Die Benachrichtigung der Händler war für den 25. Februar 2026 geplant, während die Briefe an Fahrzeughalter voraussichtlich ab dem 9. März 2026 versendet werden sollen. Betroffene können den Rückrufstatus über die Datenbank der NHTSA oder die Ford-Rückrufseite prüfen.

Dieser Rückruf erfolgt vor dem Hintergrund früherer Explorer-Rückrufe, die ebenfalls Hinterachsbauteile betrafen. Das unterstreicht, dass ähnliche Probleme bereits in der Vergangenheit aufgetreten sind und behördliche Aufmerksamkeit erregt haben.

Unabhängig davon hat Ford einen weiteren Rückruf für etwa 40.655 Fahrzeuge in den USA angekündigt. Grund sind mögliche Defekte im Batteriesystem und in der Bremspedalanlage. Beide Probleme könnten die Unfallgefahr erhöhen und werden auf Kosten des Herstellers behoben. Öffentlich zugängliche Details zu den betroffenen Modellen und Baujahren sind jedoch noch begrenzt.

Der Explorer zählt in Nordamerika zu den Kernmodellen von Ford. Ein Rückruf dieses Umfangs zieht daher zwangsläufig kritische Blicke auf sich. Für Halter ist die Botschaft praktisch: Sobald die Benachrichtigung eintrifft, sollte der notwendige Werkstatttermin zügig vereinbart werden, um mögliche Risiken im Achsbereich zu minimieren.

Allen Garwin

2026, Feb 25 23:50