Ferrari entwickelt extremeren Purosangue mit V12-Motor

Ferrari Purosangue: Neue, extremere Version mit V12-Motor
Calreyn88, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ferrari arbeitet an einer schärferen Version des Purosangue mit V12-Saugmotor, mehr Dynamik und Chassis-Upgrades. Erfahren Sie Details zur neuen Luxus-SUV-Variante.

Ferrari arbeitet an einer noch extremeren Version seines ersten Viertürers, dem Purosangue. Laut Insidern entwickeln die Ingenieure in Maranello eine Variante, die das Luxus-SUV schneller und spürbar agiler machen soll.

Der Purosangue sprengt schon jetzt die üblichen Erwartungen an einen Crossover. Angetrieben wird er von einem 6,5-Liter-V12 mit Saugmotor, der 725 PS leistet. Er beschleunigt in etwa 3,3 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von über 310 km/h. Trotzdem sieht Ferrari offenbar noch Luft nach oben.

Nach aktuellem Stand soll die kommende Variante den saugenden V12 behalten – eine bemerkenswerte Entscheidung in einer Zeit, in der die Branche zunehmend auf Elektrifizierung setzt. Ob die Motorleistung selbst noch steigt, ist unklar. Der Fokus dürfte vielmehr auf verbesserter Dynamik und Fahrpräzision liegen.

Frühe Details deuten auf Chassis-Upgrades und mögliche Leichtbaumaßnahmen hin. Dieser Ansatz erinnert an Ferraris Assetto Fiorano-Pakete für Modelle wie den SF90 Stradale oder den 296 GTB. Solche Konfigurationen umfassen typischerweise leichtere Komponenten, eine überarbeitete Fahrwerksabstimmung und pistenorientierte Reifen, um das Handling zu schärfen.

Strategisch wäre eine solche Variante für Ferrari sinnvoll. Der Purosangue ist als erster Serien-Ferrari mit vier Türen und vier Sitzen zu einem Schlüsselmodell geworden, das die Markenattraktivität deutlich über traditionelle Zweitürer hinaus erweitert.

Seit seinem Debüt 2022 spielt das Modell eine wichtige Rolle im Portfolio. Der Preis beginnt bei etwa 520.000 Dollar. Ferrari hat zudem betont, dass die Purosangue-Produktion auf rund 20 Prozent des jährlichen Gesamtausstoßes begrenzt bleibt, um die Exklusivität zu wahren.

Eine leistungsstärkere Purosangue-Version könnte daher zwei Zwecke gleichzeitig erfüllen: Sie würde das Modell einige Jahre nach dem Launch auffrischen und zugleich eine noch exklusivere und teurere Variante einführen, ohne die Produktionszahlen nennenswert zu erhöhen.

Am Markt konkurriert der Purosangue mit Hochleistungs- und Ultraluxus-SUVs wie dem Lamborghini Urus, Aston Martin DBX707, Bentley Bentayga und Rolls-Royce Cullinan. Ferraris Modell hebt sich dabei durch seinen Saug-V12 ab, während die meisten Konkurrenten auf turboaufgeladene Achtzylinder oder Hybridantriebe setzen.

Ferrari selbst äußert sich nicht zu künftigen Produkten. Quellen zufolge könnte die Produktion der schärferen Purosangue-Variante jedoch bereits im nächsten Herbst in Maranello anlaufen. Sollte sich das bestätigen, würde das Modell eine radikalere Interpretation erhalten und seine Position unter den schnellsten und ungewöhnlichsten SUVs der Automobilwelt weiter festigen.

Allen Garwin

2026, Mär 11 15:23