Das Production Engineering and Manufacturing Center von Toyota

Toyota Production Engineering Center: Grundlagen der Fertigungstechnik
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Erfahren Sie, wie Toyotas Production Engineering Center in Kentucky die Fertigung plant, von Montagelinien bis zu Batterieentwicklung, basierend auf dem Toyota-Produktionssystem.

Bei Toyota ist die Produktionstechnik nicht für die Fahrzeugentwicklung oder Montage zuständig, sondern schafft die Grundlagen für die Fertigung. Sie plant und realisiert alles, was für die Produktion notwendig ist – von Montagelinien über Maschinen bis hin zu kompletten Werken, in denen Toyota- und Lexus-Modelle entstehen. Diese zentrale Ingenieursleistung wird im Production Engineering and Manufacturing Center (PEMC) in Georgetown, Kentucky, gebündelt, wo Entwicklung und Fertigung effektiv miteinander verzahnt sind.

Die Abteilung arbeitet innerhalb der Fertigungssäule von Toyota und kooperiert eng mit den Fertigungsbetrieben sowie der 2025 gegründeten Gruppe für Fertigungsgeschäftsbetrieb. Ihr Aufbau umfasst fünf spezialisierte Bereiche, die von der Batteriefertigungstechnik über Ingenieursstrategie bis zur Prozessoptimierung reichen. Insgesamt 1.274 Mitarbeiter gehören zum Team, die meisten sind im PEMC angesiedelt, andere sind an 14 Toyota-Standorten in Nordamerika im Einsatz.

Die Bedeutung dieser Rolle erschließt sich vor dem Hintergrund des von Taiichi Ohno und Eiji Toyoda entwickelten Toyota-Produktionssystems. Es basiert auf zwei Kernprinzipien: Just-in-Time, das die Produktion am Bedarf ausrichtet, und Jidoka, das Automatisierung mit menschlicher Kontrolle kombiniert, um Qualität zu sichern. Gemeinsam reduzieren diese Prinzipien Verschwendung, erkennen Probleme frühzeitig und gewährleisten einheitliche Fertigungsstandards.

Im PEMC werden diese Konzepte praktisch umgesetzt. Die 2017 errichtete Anlage verfügt über Solarpaneele, die etwa 26 Prozent des täglichen Energiebedarfs decken. Außerdem beherbergt sie ein Labor für additive Fertigung, in dem Ingenieure mit 3D-Drucktechnologien Werkzeuge, Prototypen und serienreife Komponenten entwickeln. Parallel sammelt und analysiert die Gruppe Customer Quality for Production Engineering Felddaten, um Prozesse zu verbessern und wiederkehrende Probleme in den Werken zu vermeiden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Batterieentwicklung. Die Ingenieure im Battery Cell-Team werden über den gesamten Produktionszyklus hinweg geschult – vom Umgang mit chemischen Rohmaterialien bis zur Montage von Lithium-Ionen-Batteriezellen. Diese Batterien kommen in Toyotas Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und vollelektrischen Fahrzeugen in Nordamerika zum Einsatz.

Die Arbeit des Zentrums geht über die Einführung neuer Modelle hinaus. Die Produktionstechnik unterstützt Werksmodernisierungen, setzt kontinuierliche Verbesserungen um und integriert neue sowie bestehende Technologien. Dieser Ansatz folgt dem Kaizen-Prinzip, Toyotas Philosophie der ständigen Verbesserung, bei der Prozesse kontinuierlich optimiert werden, um Effizienz und Qualität zu steigern.

Mark Havelin

2026, Mär 21 19:45