Maserati GT2 startet bei 12-Stunden-Rennen in Mugello

Maserati GT2: Debüt im Langstreckenrennen bei 12h Mugello 2026
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Der Maserati GT2 debütiert beim 12-Stunden-Rennen in Mugello 2026. Erfahren Sie mehr über den Rennwagen, das Team Dinamic Motorsport und die Bedeutung für Maseratis Motorsportgeschichte.

Maserati betritt mit seinem GT2-Rennwagen eine neue Phase im Motorsport. Das Debüt erfolgt beim 12-Stunden-Rennen in Mugello, das die Europa-Saison der Michelin 24H SERIES 2026 eröffnet. Das Format des Events unterstreicht den Charakter von Langstreckenrennen: Nach dem Qualifying am Freitag verteilt sich das Rennen auf Samstag und Sonntag. Dabei zählen nicht nur Höchstgeschwindigkeit, sondern auch Konstanz, Strategie und die Fähigkeit eines Teams, den Wettbewerb über lange Distanzen zu managen.

Dinamic Motorsport setzt den Maserati GT2 ein. Am Steuer sitzen Mauro Calamia, Roberto Pampanini und Amedeo Pampanini. Das Duo Calamia-Pampanini hatte sich bereits in der GT2 European Series 2025 als konkurrenzfähig erwiesen und belegte in der Pro-Am-Fahrerwertung den dritten Platz. Dinamic Motorsport sicherte sich den zweiten Rang in der Teamwertung. Über die Saison hinweg kämpfte das Duo konsequent um Spitzenresultate, inklusive Siege und Podestplätze, und sammelte auch Erfahrung in Langstreckenformaten.

In Mugello geht das Auto in der GTX-Klasse an den Start. Diese Kategorie ist für Hochleistungs-GT-Fahrzeuge konzipiert, die nicht vollständig in strengere Homologationsklassen passen. Die Meldeliste bestätigt direkte Konkurrenz innerhalb der Klasse. Das bedeutet, dass Maseratis Debüt sofort in einem wettbewerbsintensiven Umfeld stattfindet und nicht als isolierter Auftritt.

Der Maserati GT2 leitet sich vom MC20-Serienfahrzeug ab und wird vom biturboaufgeladenen V6-Nettuno-Motor angetrieben, der Technologien aus der Formel 1 integriert. Der Rennwagen verfügt über eine Monocoque-Konstruktion aus Kohlefaser, ein sequentielles Getriebe, eine hoch entwickelte Fahrwerksabstimmung sowie ein ausgefeiltes Aerodynamikpaket mit verstellbarem Heckspoiler und vollständigem Unterboden.

Entscheidend für dieses Langstreckendebüt war die Einführung des Endurance Packs. Dieses Upgrade umfasst zusätzliche Beleuchtungssysteme für Nachtrennen, beleuchtete Startnummernschilder, zusätzliche Sensoren und Komponenten zur Verbesserung der Boxenstopp-Effizienz. Mit diesen Modifikationen ist der GT2 nun für Rennen von 4 bis 24 Stunden zugelassen und kann in über 20 Rennserien weltweit antreten.

Der Zeitpunkt dieses Debüts trägt symbolisches Gewicht. Im Jahr 1926, also genau vor hundert Jahren, erzielte der Maserati Tipo 26 den ersten Klassensieg der Marke bei der Targa Florio. Seitdem umfasst Maseratis Renngeschichte dominante Ären, wie etwa den Erfolg des MC12 im FIA-GT-Sport in den 2000er Jahren. Die Rückkehr zum GT-Sport mit dem GT2, die sich nun auf Langstreckenformate ausweitet, setzt dieses Erbe fort.

Das Rennen in Mugello stellt daher mehr dar als nur einen weiteren Termin im Kalender. Es dient als realer Test für den GT2 in seiner neuen Konfiguration und als weiterer Schritt zur Integration Maseratis in den Langstreckensport, wo Zuverlässigkeit, Teamarbeit und Langzeitperformance oft genauso entscheidend sind wie die reine Höchstgeschwindigkeit.

Mark Havelin

2026, Mär 23 06:29