Škoda Elroq und Enyaq: Neue Funktionen und Verbesserungen für Elektrofahrzeuge
Škoda aktualisiert Elroq und Enyaq mit Vehicle-to-Load, digitalem Schlüssel, verbessertem Infotainment und Fahrerassistenz. Erfahren Sie mehr über die Alltagstauglichkeit.
Škoda macht seine Elektrofahrzeuge zu mobilen Stromquellen: Der aktualisierte Elroq und Enyaq können nun Energie für externe Geräte – von Laptops bis zu Kaffeemaschinen – direkt aus der Fahrzeugbatterie liefern. Diese Vehicle-to-Load-Funktion wird zu einem der prägenden Merkmale des neuen Modelljahrs, wobei die Produktion Mitte 2026 beginnen soll.
Das Update beschränkt sich jedoch nicht auf eine einzelne Funktion. Die Elektrofahrzeuge erhalten eine ganze Reihe von Verbesserungen, die den Alltagseinsatz betreffen. Unter der Motorhaube entsteht ein neuer 21-Liter-Frunk, der hauptsächlich für die Aufbewahrung von Ladekabeln gedacht ist. Das ist eine kleine, aber praktische Lösung: Die Kabel nehmen keinen Platz mehr im Hauptgepäckraum ein und sind stets leicht erreichbar.
Gleichzeitig stärkt Škoda die digitale Seite seiner Fahrzeuge. Elroq und Enyaq lassen sich nun per Smartphone entriegeln und starten, und der digitale Schlüssel kann mit anderen Nutzern geteilt werden. Die Unterstützung für den Digital-Key-Standard, entwickelt vom Car Connectivity Consortium, ist in der Branche bereits weit verbreitet und in Millionen von Fahrzeugen implementiert, was die Wahl dieser Lösung erklärt.
Die Fahrzeugschnittstelle entwickelt sich ebenfalls weiter. Das aktualisierte Infotainmentsystem wurde so überarbeitet, dass Schlüsselfunktionen – Klimasteuerung, Heizung, Navigation – schneller und intuitiver zugänglich sind. Die Powerpass-App ist nun direkt ins Navigationssystem integriert: Sie zeigt Ladestationen an, ermöglicht Filterung und die Verwaltung von Präferenzen, einschließlich Plug & Charge. Das Netzwerk selbst umfasst inzwischen rund eine Million Ladepunkte, was das rasante Wachstum der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Europa widerspiegelt.
Das Fahrerlebnis verändert sich ebenfalls. Der Ein-Pedal-Fahrmodus bietet nun zwei Stufen der Rekuperationsbremsung, wobei die stärkere Einstellung das Fahrzeug ohne Nutzung des Bremspedals zum vollständigen Stopp bringen kann. Dieser Ansatz ist bei Elektrofahrzeugen weit verbreitet und hilft, einen Teil der Energie zurück in die Batterie zu speisen, während gleichzeitig der Verschleiß des Bremssystems reduziert wird.
Die Updates werden durch neue Fahrerassistenzsysteme ergänzt. Das Travel Assist 3.0-Paket verfügt über verfeinerte Sensoren und Radars sowie eine Innenkamera, die die Aufmerksamkeit des Fahrers überwacht. Dies ist eine Weiterentwicklung bestehender Assistenzsysteme, ähnlich denen anderer Hersteller, bei denen die Automatisierung unterstützend bleibt und weiterhin Fahrerkontrolle erfordert.
Der Alltagskomfort wurde ebenfalls berücksichtigt. Die Kabine verfügt nun über eine leistungsstärkere drahtlose Ladefunktion mit Qi2-Unterstützung und magnetischer Positionierung, was die Ladezuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit verbessert. Das Fahrzeug hat zudem seine Beleuchtungslogik verbessert und unterscheidet nun nicht nur zwischen Tag und Nacht, sondern auch die Dämmerung.
Die meisten dieser Änderungen stehen in direktem Zusammenhang mit Nutzerfeedback. In der Praxis bedeutet das: Elroq und Enyaq erhalten nicht nur eine herausragende Einzelfunktion, sondern ein umfassendes Update – vom Laden und Stauraum über die Schnittstelle bis hin zu Fahrerassistenzsystemen. Insgesamt zeigt sich hier, wie Elektrofahrzeuge allmählich zu vielseitigeren Produkten werden, bei denen nicht nur Batteriespezifikationen zählen, sondern auch die Alltagstauglichkeit.
Mark Havelin
2026, Mär 25 12:13