Nissan-Produktions- und Absatzrückgang im Februar 2026

Nissan-Produktion bricht um 11,7% ein - Absatz sinkt global
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Nissan verzeichnete im Februar 2026 einen Produktionsrückgang von 11,7% und einen Absatzrückgang von 7,4%, mit starken Einbrüchen in China und Mexiko.

Die weltweite Nissan-Produktion ist im Februar 2026 deutlich um 11,7 % eingebrochen, während die Absatzzahlen um 7,4 % zurückgingen. Das ist eines der deutlichsten Anzeichen für den anhaltenden Druck in mehreren Kernmärkten.

Der Rückgang war breit gestreut. In Japan sank die Produktion um 5,1 %, außerhalb Japans sogar um 13,6 %. Besonders stark fielen die Zahlen in Mexiko mit minus 32,7 % und in China mit minus 27,6 % aus. Die USA bildeten eine seltene Ausnahme mit einem Produktionsplus von 9,0 %. Insgesamt belief sich die globale Produktion im Monat auf 205.000 Fahrzeuge.

Beim Absatz zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Weltweit wurden 245.600 Fahrzeuge verkauft. In Europa brach der Absatz um 21,6 % ein, in China sank er um 19,4 %. Der US-Markt verzeichnete einen moderateren Rückgang von 3,0 %. Japan erwies sich als widerstandsfähiger: Der Gesamtabsatz inklusive Minivehicles stieg um 0,4 %, angetrieben von einem deutlichen Plus von 17,0 % im Kei-Car-Segment.

Die Exporte aus Japan entwickelten sich gegenläufig und legten um 16,2 % zu. Das Wachstum wurde von anderen Regionen mit einem Plus von 41,7 % und Nordamerika mit plus 7,1 % angeführt. Die Exporte nach Europa hingegen brachen um mehr als 50 % ein.

Diese Zahlen fügen sich in einen breiteren Trend ein, der sich bereits in den Finanzberichten des Unternehmens widerspiegelt. Nissan hat seine globale Absatzprognose auf rund 3,2 Millionen Einheiten gesenkt. Jüngste Quartalsergebnisse zeigten Verluste und Druck auf die operative Rentabilität. Gleichzeitig hat das Unternehmen sein Restrukturierungsprogramm Re:Nissan gestartet, das Kostensenkungen in Höhe von 500 Milliarden Yen, Werksschließungen und Personalabbau vorsieht.

Die Marktbedingungen in Schlüsselregionen verstärken diesen Druck. In Europa gehen die Gesamtverkäufe zurück, während sich in China der Markt schnell hin zu Elektrofahrzeugen verschiebt – ein Bereich, in dem lokale Hersteller einen wachsenden Anteil dominieren. In den USA stellt sich die Herausforderung anders dar: Dort steigt die Nachfrage nach Hybridfahrzeugen, einem Segment, auf das Nissan bisher langsamer reagiert hat.

Vor diesem Hintergrund wirken die Februar-Ergebnisse weniger wie eine einmalige Schwächephase, sondern eher wie die Fortsetzung eines längerfristigen Trends. Das Unternehmen muss mit sinkender Nachfrage, strukturellen Marktverschiebungen und der Notwendigkeit fertigwerden, seine Produkttransformation zu beschleunigen.

Sollte der aktuelle Kurs anhalten, wird Nissans Fähigkeit, sich schnell anzupassen – von der Produktstrategie bis zur Produktionsgeografie – entscheidend für seine Erholung sein.

Mark Havelin

2026, Mär 31 10:29