Seltenes 1969 Citroën DS21 Chapron Cabriolet bei Auktion

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Ein umgebautes 1969 Citroën DS21 Chapron Cabriolet wird auf Bring a Trailer versteigert. Entdecken Sie Details zur Karosserie, Technik und Dokumentation dieses exklusiven Sammlerstücks.

Ein seltenes und umfassend umgebautes 1969 Citroën DS21 ist auf Bring a Trailer aufgetaucht. Es handelt sich nicht um eine Limousine, sondern um eine Henri Chapron Série 2 Cabriolet-Umwandlung, die 2019 von Karl’s Autowerkstatt in Brensbach durchgeführt wurde. Noch im selben Jahr kam das Auto in die USA und befindet sich seit 2020 im Besitz des aktuellen Eigentümers in Kalifornien.

Der Citroën DS gilt ohnehin als Meilenstein des französischen Automobildesigns, doch dieses Exemplar greift ein noch exklusiveres Kapitel der DS-Geschichte auf. Der Verkaufsbeitrag erwähnt, dass das erste DS-Cabriolet 1958 vom Pariser Karosseriebauer Henri Chapron gebaut wurde. Ab 1960 bis 1971 produzierte Chapron im Auftrag von Citroën offiziell zweitürige Cabriolets. Karl’s Autowerkstatt, das die vorliegende Umwandlung vornahm, ist inzwischen der lizenzierte Hersteller von Continuation Cars im Namen von Chapron International.

1969 Citroën DS21 Chapron Cabriolet bei einer Auktion / bringatrailer.com

Die Verwandlung ging weit über ein einfaches Dachabnehmen hinaus. Berichten zufolge wurden der Rahmen verstärkt, die Türen verlängert und ein angepasster Heckbereich angesetzt. In metallischem Braun lackiert und mit einem braunen Stoffverdeck ausgestattet, bewahrt das Ergebnis die charakteristische DS-Silhouette, verleiht ihr aber eine deutlich dramatischere Open-Air-Präsenz. Zu den Außendetails gehören verkleidete Scheinwerfer mit Richtungsfernlicht, zwei Außenspiegel und goldene DS21-Embleme.

Technisch behält der Wagen eines der prägendsten Merkmale des DS: die selbstnivellierende, höhenverstellbare Hydropneumatik-Federung. Das System wird von Servolenkung und Bremskraftverstärkung ergänzt, während die Bremskraft von innenliegenden Scheibenbremsen vorn und Trommelbremsen hinten kommt. Das Fahrzeug rollt auf 15-Zoll-Stahlrädern mit Edelstahlkappen und 180er Michelin-Weißwandreifen. Ein Reserverad liegt unter der Motorhaube vor dem Motor.

1969 Citroën DS21 Chapron Cabriolet bei einer Auktion / bringatrailer.com

Im Innenraum wurde die Kabine mit Cognac-Leder neu ausgestattet, das sich über die Sitzflächen, den unteren Teil des Armaturenbretts, die Türverkleidungen sowie den abnehmbaren Mittelarmlehnen und den Verdeckschoner erstreckt. Zur Ausstattung gehören eine Heizung, Kurbelfenster und Dreipunkt-Sicherheitsgurte vorn. Ein retro-stilisiertes Digitalradio mit Nachrüstlautsprechern verbindet klassisches Design mit modernerer Nutzbarkeit.

Der Antrieb stammt von einem 2,2-Liter-Reihenvierzylinder mit einem einzelnen Weber-Fallstromvergaser. Ein fünfgängiges Schaltgetriebe mit Lenkradschaltung leitet die Kraft auf die Vorderräder – typisch für den DS. Der Kilometerzähler zeigt 2.400 Kilometer (etwa 1.500 Meilen) an, wovon rund 600 unter dem aktuellen Eigentümer hinzugekommen sind. Die Gesamtlaufleistung bleibt unbekannt.

1969 Citroën DS21 Chapron Cabriolet bei einer Auktion / bringatrailer.com

Die Dokumentation ist ein besonderer Pluspunkt des Angebots. Das Auto wird von einem Henri Chapron Carrossier-Zertifikat begleitet, ausgestellt von Noëlle-Eléonore Chapron, der Tochter von Henri Chapron. Das Dokument beschreibt das Fahrzeug als Henri Chapron Série 2 Cabriolet-Umwandlung in metallischem Braun mit Cognac-Lederinnenausstattung und nennt den 25. Juli 2019 als Fertigstellungsdatum. Weitere Unterlagen von Karl’s Autowerkstatt liegen ebenfalls bei.

Der Verkaufsbeitrag weist darauf hin, dass das Auto nicht den EPA-Emissionsanforderungen für Fahrzeuge aus den Baujahren 1968 bis 1975 entspricht. Der Verkäufer gibt jedoch an, dass es seit 2020 in Kalifornien zugelassen ist und bei den Zulassungsverlängerungen keine Abgasuntersuchungen erforderlich waren. Das deutet auf eine relativ unkomplizierte Besitzsituation im Bundesstaat hin.

1969 Citroën DS21 Chapron Cabriolet bei einer Auktion / bringatrailer.com

Im laufenden Bieterverfahren hatte das Auto bereits 161.000 US-Dollar erreicht und zog mit Zehntausenden Aufrufen und über 2.500 Beobachtern erhebliche Aufmerksamkeit auf sich. Angesichts der markanten Karosseriearbeit, der umfangreich dokumentierten Umwandlung und des starken Sammlerinteresses könnte das Endergebnis bis zum Auktionsende noch weiter steigen.

Allen Garwin

2026, Feb 17 18:40