UltraFino Maserati: eine limitierte Fliegende-Tourbillon-Uhr
Entdecken Sie die UltraFino Maserati, eine limitierte Fliegende-Tourbillon-Uhr von Maserati und Bianchet zum 100. Jahrestag des Trident-Emblems, mit technischen Details und Designinspirationen.
Maserati und der Schweizer Uhrenhersteller Bianchet haben die UltraFino Maserati vorgestellt, eine Fliegende-Tourbillon-Uhr, die auf nur 100 Exemplare limitiert ist. Sie wurde zum 100. Jahrestag des Trident-Emblems geschaffen. Die Uhr feierte ihre Premiere auf der Watches and Wonders 2026 in Genf, einer der wichtigsten internationalen Bühnen für Haute Horlogerie.
Die Zusammenarbeit geht über visuelle Anspielungen hinaus und will zwei Ingenieursphilosophien verschmelzen. Im Kern steht das ultradünne Automatikwerk Bianchet UT01 Kaliber mit einer Dicke von 3,85 mm. Es bietet eine Gangreserve von 60 Stunden und verfügt über ein 60-Sekunden-Fliegendes Tourbillon. Das Werk besteht aus 225 Komponenten und ist für Stöße bis zu 5.000 G ausgelegt – eine seltene Spezifikation für einen Mechanismus dieses Profils. Seine Architektur folgt den Prinzipien des Goldenen Schnitts, einem prägenden Element des Bianchet-Designansatzes.
Die Bedeutung des Projekts reicht über die Uhrmacherei hinaus. Die UltraFino Maserati steht in direktem Zusammenhang mit dem Maserati MCPURA Supercar, der 2025 vorgestellt wurde. Angetrieben von einem 3,0-Liter-Biturbomotor vom Typ Nettuno V6 mit 630 PS, beschleunigt das Auto in unter 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und basiert auf einer Monocoque-Karosserie aus Kohlefaser. Diese technischen Entscheidungen spiegeln sich in der Uhr wider: ein skelettiertes Zifferblatt, inspiriert von Radarchitektur und dem Trident-Motiv, sowie die Verwendung von Kohlefaser- und Titanmaterialien.
Dieser Crossover spiegelt einen breiteren Branchentrend wider. Partnerschaften wie TAG Heuer und Porsche oder Bugatti und Jacob & Co. haben gezeigt, wie Automobildesign und Uhrmacherei zunehmend parallel zueinander entwickeln. Vor diesem Hintergrund stellt die UltraFino Maserati ein weiteres Beispiel für ein Produkt dar, das als Teil einer einheitlichen Designsprache konzipiert wurde und nicht als eigenständiges Objekt.
Die historische Dimension verleiht dem Ganzen zusätzliches Gewicht. Das Maserati-Trident-Emblem erschien erstmals 1926 auf dem Tipo 26 und war vom Neptunbrunnen in Bologna inspiriert. Das hundertjährige Jubiläum dieses Emblems bildet die Grundlage für die limitierte Serie, wobei jedes Stück von Hand in La Chaux-de-Fonds gefertigt wird.
Ihre Präsentation auf der Watches and Wonders – einer bedeutenden Uhrenmesse mit Dutzenden von Marken – unterstreicht die Positionierung des Projekts. Hier zeigen solche Kollaborationen, dass es nicht nur um stilistische Übungen geht. Vielmehr demonstrieren sie, wie hochwertige mechanische Uhrmacherei und Automobiltechnik zunehmend dieselbe Sprache sprechen.
Mark Havelin
2026, Apr 09 17:04