Mercedes-Benz startet Kampagnen für elektrische GLC und GLB

Mercedes-Benz neue elektrische SUVs: Kampagnen mit Fokus auf Erlebnis
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Mercedes-Benz präsentiert neue elektrische SUVs mit Kampagnen, die auf menschliche Geschichten statt technische Daten setzen. Erfahren Sie mehr über die Modelle GLC und GLB.

Mercedes-Benz hat zwei weltweite Kampagnen für seine neuen elektrischen SUVs gestartet – und entschied sich dabei, die Geschichte über Menschen statt über technische Daten zu erzählen. Der Fokus liegt nicht allein auf der Technologie, sondern darauf, die Idee des „Zuhauses“ als prägendes Erlebnis im Fahrzeuginneren zu stärken.

In der Kampagne für den elektrischen GLC tritt Mercedes-AMG PETRONAS Formel-1-Fahrer Kimi Antonelli neben seinem Vater auf. Was als angespannte Szene beginnt, wandelt sich allmählich in Ruhe, während das Auto selbst die Bühne übernimmt – durch sanftes Fahren, geringe Geräuschpegel und eine Bedienung, die kaum Aufwand erfordert. Statt Features aufzulisten, zeigt der Film sie im Einsatz: Panoramadach, Fahrerassistenzsysteme, Massagesitze und der MBUX Virtual Assistant tauchen natürlich in einer einzigen Erzählung über Entspannung unterwegs auf.

Dieser Ansatz gewinnt an Gewicht, wenn man ihn vor dem Produkt selbst betrachtet. Der GLC ist nicht nur ein weiteres Modell – er ist der meistverkaufte SUV von Mercedes-Benz und eines der Kernfahrzeuge der Marke. 2024 wurde er zur weltweit meistverkauften Baureihe und geht nun in eine vollelektrische Form über. Das Unternehmen betont, dass der neue GLC mit EQ-Technologie darauf ausgelegt ist, Maßstäbe in Reichweite, Effizienz und Ladegeschwindigkeit zu setzen, während er den Komfort und Charakter des Modells bewahrt.

Die zweite Kampagne konzentriert sich auf den elektrischen GLB und verlagert die Perspektive auf das Familienleben. Eine kurze Geschichte über Kinder, die mit übergroßen Kuscheltieren vom Jahrmarkt zurückkehren, wird genutzt, um zu zeigen, wie das Fahrzeug sich alltäglichen Anforderungen anpasst. Hier steht die Praktikabilität im Vordergrund: Ein Manövrierassistent, flexible Innenraumgestaltung und Sitzplätze für bis zu sieben Passagiere werden als Werkzeuge präsentiert, die reale Situationen vereinfachen.

Diese Merkmale positionieren den GLB auf besondere Weise in seiner Klasse. In der Kompakt-SUV-Klasse bleibt eine Siebensitzer-Konfiguration ungewöhnlich, und die elektrische Version fügt weitere Fähigkeiten hinzu: eine 800-Volt-Schnelllade-Architektur, eine Batterie von etwa 85 kWh und eine Reichweite, die je nach Version über 600 km (WLTP) liegen kann. Zugleich behält das Modell seine Vielseitigkeit durch Elemente wie einen Frontkofferraum und anpassbare Sitzanordnungen.

Beide Kampagnen folgen einem gemeinsamen Prinzip: Mercedes lenkt bewusst von der Hervorhebung technischer Daten ab und baut stattdessen Erzählungen um alltägliche Erfahrungen auf. Das passt zu einer umfassenderen Transformation der Marke. Neue Modelle werden nicht nur als Elektrofahrzeuge entwickelt, sondern auch als softwaredefinierte Systeme, angetrieben von MB.OS und einem wachsenden MBUX-Ökosystem – von Sprachassistenten bis hin zu großflächigen Display-Konzepten wie Hyperscreen und Superscreen.

Diese Kommunikationsstrategie spiegelt auch den breiteren Elektrifizierungsfahrplan des Unternehmens wider. Mercedes strebt an, in jeder Modellreihe eine elektrische Option anzubieten, während neue Architekturen ab Mitte des Jahrzehnts elektrisch-first konzipiert sind. In diesem Zusammenhang sind der elektrische GLC und GLB keine isolierten Einführungen, sondern Teil eines systematischen Wandels.

Die Kampagnen selbst starteten weltweit Mitte März auf Videoplattformen, in sozialen Medien, im Fernsehen und Print. Die kreative Entwicklung leitete team x, eine spezialisierte Agentur für Mercedes-Benz, unter der Regie von Caroline Koning.

Zusammen bilden diese Elemente eine konsistente Erzählung: Während die Marke tiefer in die Elektrifizierung eintaucht, definiert sie auch neu, wie sie Wert kommuniziert. Elektrofahrzeuge werden nicht nur als technologische Produkte präsentiert, sondern als Räume alltäglicher Erfahrung – eingefangen im Satz „Welcome home“, der hier weniger als Slogan und mehr als gelebte Szene fungiert.

Mark Havelin

2026, Mär 20 21:46