FIAT, Abarth und FIAT Professional auf dem Brüsseler Autosalon 2026: Neuheiten und Strategie

FIAT und Abarth in Brüssel 2026: neue Modelle, E-Plan
stellantis.com

FIAT, Abarth und FIAT Professional auf dem Brüsseler Autosalon 2026: Grande Panda, 500 Hybrid, Abarth 600e, Topolino und TRIS – Neuheiten mit E-Strategie.

FIAT, Abarth und FIAT Professional nutzen den Brüsseler Autosalon 2026 als Bühne, um eine erneuerte Markenstrategie vorzustellen, die weltweite Volumenmodelle, Elektrifizierung sowie neue Ansätze für urbane und gewerbliche Mobilität bündelt. Der Auftritt reicht über mehrere Segmente – von Familienautos bis hin zu Mikromobilitätslösungen – und zeigt den Anspruch, ein breites, heterogenes Publikum anzusprechen.

Im Mittelpunkt steht der Grande Panda, einer der sieben Finalisten für den European Car of the Year 2026. Für FIAT ist das Modell mehr als nur eine einzelne Premiere: Es weist die Richtung für ein neues globales Portfolio. Der Grande Panda wird mit Elektro-, Hybrid- und Benzinantrieben angeboten, basiert auf der STLA-Smart-Plattform und ist für Märkte in Europa, Nordafrika und Südamerika vorgesehen. Seine Nominierung unter den Finalisten unterstreicht die strategische Bedeutung für die Marke.

Ein weiterer Fixpunkt ist das internationale Debüt des Fiat 500 Hybrid. Die Rückkehr einer Hybridvariante des ikonischen Stadtwagens geht mit der Verlagerung der Produktion nach Turin in das Werk Carrozzerie Mirafiori einher und festigt damit die historische Verbindung von FIAT zu seiner Heimatstadt. Als zugänglichere Alternative zu rein elektrischen Citycars positioniert, dürfte der 500 Hybrid die Reichweite der Baureihe erweitern – ein pragmatischer Schritt in einem Segment, in dem Preis und Alltagstauglichkeit häufig den Ausschlag geben.

Die sportliche Seite des Auftritts markieren der Fiat 600 Sport und der Abarth 600e Competizione. Letzterer wartet mit für einen Hochleistungs-Stromer typischen Werten auf: 280 PS und 0–100 km/h in 5,85 Sekunden. Mit diesem Modell überträgt Abarth seine auf Performance ausgerichtete Identität konsequent ins Elektrozeitalter – die Zahlen setzen ein klares Signal.

Auf Familiennutzen zielt die Premiere des Fiat QUBO L. Erstmals öffentlich gezeigt, ist das Modell als Fünf- oder Siebensitzer erhältlich und das einzige Diesel-Fahrzeug innerhalb der präsentierten Palette. Konzipiert für moderne Familien, legt es Wert auf Platz, Variabilität und Effizienz. Dass ein Diesel im Programm bleibt, wirkt bewusst gesetzt – gerade für Vielfahrer und Fuhrparks.

Die urbane Mikromobilität rückt der Fiat Topolino in den Fokus, ein vollelektrisches Leichtkraftfahrzeug für kurze Wege in der Stadt. Kompakt und bewusst schlicht gestaltet, spiegelt es FIATs Interesse an alternativen Mobilitätsformen jenseits klassischer Pkw wider – ein Zeichen für Experimentierfreude im dichten urbanen Umfeld.

Abgerundet wird das Line-up durch das Europa-Debüt des FIAT Professional TRIS, eines vollelektrischen dreirädrigen Nutzfahrzeugs. In Nahost und Afrika bereits im Angebot, verweist TRIS auf die Ambitionen der Marke im Bereich der Letzte-Meile-Logistik – mit kompakten Abmessungen, E-Antrieb und klarem Nutzwertfokus. Genau hier gewinnt E-Mobilität im Alltag spürbar an Relevanz.

In Summe geht der Auftritt von FIAT, Abarth und FIAT Professional auf dem Brüsseler Autosalon 2026 über einzelne Produktpremieren hinaus. Er zeichnet das Bild eines Portfolios, in dem Traditionsmodelle, Elektrifizierung, Leistung und alltagstaugliche Mobilitätslösungen unter einer marktorientierten, flexiblen Strategie zusammenfinden – weniger lose aneinandergereiht, eher wie ein Baukasten für sehr unterschiedliche Bedürfnisse.

Mark Havelin

2026, Jan 11 05:42